Hospizstiftung beklagt Pflege-Missstände

BERLIN (dpa). Vor der Veröffentlichung neuer Erkenntnisse über die Zustände in deutschen Pflegeheimen fordert die Deutsche Hospiz Stiftung von den Krankenkassen die Offenlegung aller Missstände.

Veröffentlicht:

Der Vorstand der Patientenschutzorganisation, Eugen Brysch, geht davon aus, dass es ungebrochen gravierende Fehlentwicklungen gibt.

"42 Prozent der Menschen in Pflegeheimen leben unter freiheitsentziehenden Maßnahmen", sagte er der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

Pflegebedürftige würden oft mit Bändern am Bett gefesselt. "Der Medizinische Dienst der Krankenkassen sollte seine Erkenntnisse darüber offenlegen."

Wenn Heimbewohner im Bett mit Bändern fixiert oder mit Gittern dort gehalten werden, müsse dies auch in die Notengebung des Pflege-TÜV eingehen, forderte Brysch zudem.

Er kritisierte auch das "Fälschen und Frisieren von Pflege-Dokumentationen, die der Medizinische Dienst einsieht". Dies müsse unter Strafe gestellt werden.

An diesem Dienstag stellt der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) in Berlin seinen neuen Pflege-Qualitätsbericht vor. Der Vorläufer-Bericht hatte vor fünf Jahren unter anderem Mängel bei Ernährung und Flüssigkeitsversorgung bei etwa jedem dritten Pflegebedürftigen ergeben.

Jetzt abonnieren
Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Fehlabrechnungen im Gesundheitswesen

Ersatzkassen in NRW fordern 480.000 Euro zurück

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

„ÄrzteTag“-Podcast

Kommt bald die Abnehmspritze für Kinder, Professor Wabitsch?

Lesetipps
Stethoskop mit Doktorhut und Diplom

© yta / stock.adobe.com

Kolumne „Hörsaalgeflüster“

Die Approbationsordnung muss endlich reformiert werden!

Bei eliPfad überprüfen Patienten regelmäßig Vitalwerte mit digitalen Messgeräten. Die Fallmanagerinnen überprüfen die Werte und informieren bei Auffälligkeiten die betreuenden Ärzte.

© Andrey Popov / stock.adobe.com

Innovationsfonds-Projekt

eliPfad: Einbeziehung von Niedergelassenen ist schwierig

Bei der interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie arbeiten Ärzte, Psychologen und Physio- und Ergotherapeuten zusammen nach einem gemeinsamen Konzept.

© Getty Images / iStockphoto

Ambulante Angebote fehlen

Konservativ-multimodale Schmerztherapie – wo stehen wir?