Kommentar – Betriebsmedizin

Präventionsgeist wird erweckt

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:

An einer hohen Durchimpfungsrate für Masern, aber auch Influenza und HPV sollte allen Ärzten gelegen sein. Generell reagieren aber Haus- wie auch Fachärzte empfindlich, wenn von dritter Seite Vakzinierungsangebote unterbreitet werden – den Apothekern streiten sie die dahin gehende Kompetenz zum Beispiel rigoros ab.

Abzuwarten bleibt nun, wie die Haus- und Fachärzte reagieren, wenn die Arbeitsmediziner zum großflächigen Impfappell an Werkbank und Schreibtisch ausholen.

Bisher war für Betriebsärzte das Impfgeschäft – sofern der Arbeitnehmer nicht die Kosten dafür übernahm – ein abrechnungstechnisch äußerst aufwändiges und damit wenig lukratives Zubrot.

Nun könnten die Betriebsärzte aber den Geist des Präventionsgesetzes wieder zum Leben erwecken. Denn, so war es das Ansinnen des Gesetzgebers, durch das Gesetz soll das Präventionsgeschehen in ein modernes Setting transferiert werden – Menschen sollen in ihren jeweiligen Lebenswelten mit präventiven Maßnahmen erreicht werden.

In diesem Sinne ist der Impf-Vorstoß der Betriebsärzte zu begrüßen, da sie auch viele Menschen erreichen werden, die ansonsten im Laufe ihrer Erwerbsbiografie vielleicht nie einen Arzt besuchen – zumindest nicht zu Präventionszwecken.

Lesen Sie dazu auch: Prävention: Betriebsärzte wollen Belegschaften durchimpfen

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