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Elektrosmog in der Schwangerschaft: Asthma beim Kind?

NEU-ISENBURG (rb). Sind Mütter während der Schwangerschaft Elektrosmog mit hoher magnetischer Flussdichte ausgesetzt, steigt das Risiko ihrer Kinder, später an Asthma zu erkranken, um den Faktor 3,5.

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US-Forscher haben in einer prospektiven Kohortenstudie 626 Mütter und ihre Kinder von der Schwangerschaftsdiagnose an 13 Jahre lang beobachtet (Arch Pediatr Adolesc Med. 2011; online 1. August).

Während der Schwangerschaft wurde die Magnetfeldexposition im 1. oder 2. Trimester rund um die Uhr aufgezeichnet. Bestimmt wurde die mediane 24-Stunden-Exposition.

Die Asthmarate der Sprösslinge erhöhte sich pro Anstieg der magnetischen Flussdichte um 0,1 Mikrotesla (µT) um 15 Prozent.

Lineare Beziehung

Im Vergleich zu Frauen mit der geringsten Belastung (= 0,03 µT) lag die Asthmarate der Kinder von Müttern mit der höchsten Belastung (> 0,2 µT) 3,5-fach höher. Es bestand eine lineare Dosis-Wirkungsbeziehung.

Zum Vergleich: Die magnetische Flussdichte, die im Abstand von 30 cm von einem Röhren-Fernsehgerät zu messen ist, beträgt nach den Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) 0,04-2 µT.

Eine Leuchtstofflampe bringt es auf 0,5-2 µT, ein Staubsauger auf 2-20 µT. Der zulässige Grenzwert für elektromagnetische Felder bei 50 Hz (Haushaltsstrom) liegt in Deutschland bei 100 µT.

An einen asthmaauslösenden Effekt der Magnetfelder zu glauben, fällt zunächst schwer. Das ändert sich, wenn man die 24-Stunden-Expositionswerte ansieht, die das BfS 1997 erhoben hat.

Auch hier wurden Medianwerte angegeben. Am höchsten waren die Werte bei Personen, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen wohnten: die Belastung lag bei 0,11 µT. Der Medianwert für alle Untersuchten erreichte 0,047 µT.

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