10 dB weniger

Hörverlust direkt nach dem Popkonzert

Veröffentlicht:

LOS ANGELES. Ein Popkonzert senkt die Hörschwelle beträchtlich, so eine Studie mit 29 jungen Erwachsenen.

Bei 2000 bis 4000 Hz hatte sie sich im Schnitt um 6,4 dB nach oben verschoben, ein Drittel erlitt einen Hörverlust von mehr als 10 dB in mindestens einem Ohr bei diesen Frequenzen.

54 Prozent hörten schlechter als zuvor, ein Viertel nahm Klingeln wahr, über die Hälfte Ohrdruck (Otol Neurotol 2012; 33: 1136). (mut)

Jetzt abonnieren
Mehr zum Thema

Süßes oder Saures?

Was der Geschmacksinn über das Sterberisiko verrät

Kommentare
Dr. Horst Grünwoldt 16.01.201313:10 Uhr

Lärmschäden

Es ist schon seit vielen Jahren erschreckend, wie wenig sich die Gesundheits- und Umweltämter für die Lärmquellen Popkonzert (outdoor) und Diskotheken (indoor) interessieren. Beide sind schließlich öffentliche Veranstaltungen, denen sich vor allem Jugendliche offensichtlich ahnungslos und wiederholt aussetzen.
Stattdessen nehmen staatliche oder beauftragte Messtrupps jahrelang kostspielige Untersuchungen über Dauer-Lärmpegel des fließenden Verkehrs in den Straßenzügen unserer großen Städte durch, die letztlich der Gewöhnung unterliegen und wenig Gesundheitsrelevanz haben.
Dagegen sind die gesundheitlichen Gefahren durch Schalldruck-Spitzen seit langem bekannt. Insbesondere sind es die irrsinnigen "drum-machines" mit ihren hämmernden Rythmen und der Emission der tiefen Bässe.
Schließlich besteht nicht nur bei längerem Ausgesetztsein gegenüber dieser Lärmquelle das Risiko von akuten Gehör- und Hirnstörungen, sondern sogar wg. der Beeinflussung des autonomen Reiz-Leitungs-Systems unseres Herzens die akute Gefahr von cardiologischen Schäden.
Geradezu skandalös ist die Untätigkeit der zuständigen Behörden bei der Überwachung des In-Verkehr-Bringens von Sprengstoffen; sprich: die Zulassung des Verkaufs von Explosiv-Körpern wie "Chinaböller" u.a. zum Sylvester-Feuerwerk!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt (FTA für Hygiene) aus Rostock

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kanadische Fall-Kontroll-Studie

Erhöhte Hypoglykämie-Gefahr nach Beginn einer Betablocker-Therapie beobachtet

Lesetipps
Stethoskop mit Doktorhut und Diplom

© yta / stock.adobe.com

Kolumne „Hörsaalgeflüster“

Die Approbationsordnung muss endlich reformiert werden!

Die Ärzte Zeitung hat jetzt auch einen WhatsApp-Kanal.

© prima91 / stock.adobe.com

News per Messenger

Neu: WhatsApp-Kanal der Ärzte Zeitung