Arrhythmien

Pneumonie bringt das Herz aus dem Takt

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SAN ANTONIO. Pneumonie-Patienten, die innerhalb von drei Monaten nach stationärer Aufnahme kardiale Arrhythmien entwickeln, haben eine deutlicherhöhte Sterberate.

Das haben US-Forscher um Natalia Soto-Gomez aus San Antonio anhand der Daten von fast 33.000 stationär behandelten Pneumonie-Patienten festgestellt (Am J Med 2012; online 21. November).

Zwölf Prozent der Pneumoniekranken bekamen innerhalb von 90 Tagen, gerechnet ab dem Datum der stationären Aufnahme, eine kardiale Arrhythmie: Vorhofflimmern (8 Prozent), Kreislaufstillstand (1 Prozent), Kammerflimmern oder -tachykardie (0,3 Prozent), andere Arrhythmien inklusive signifikanter Bradykardie und multifokaler atrialer Tachykardie (3,4 Prozent).

Die Sterberaten nach 30 Tagen: 18 Prozent im Vergleich zu 13 Prozent bei Patienten mit normalem Herzrhythmus, nach 90 Tagen 31 versus 21 Prozent.

Möglicherweise trügen erhöhte Spiegel inflammatorischer Zytokine zur Arrhythmieentstehung während und nach Pneumonie bei so die Autoren. Störungen der hämodynamischen Homöostase, prothrombotische Prozesse und vermehrt freigesetzte Katecholamine kämen als Erklärungen aber ebenso infrage wie eine direkte Infektion der Kardiomyozyten (rb)

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