Mit Hagebutte gegen Arthrose

WIESBADEN (hsr). Arthrose-Kranken hilft offenbar ein Pulver aus den Früchten der Hagebutte. Erste Studiendaten belegen, dass sich mit der Essenz der Rosa canina sowohl die Schmerzen als auch der Verbrauch von Analgetika verringern lassen.

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Zu dieser Einschätzung kommt das Team um Professor Stefan N. Willich von der Charité in Berlin. Die Kollegen haben zwei skandinavische randomisierte und doppelblinde Studien - eine norwegische und eine dänische - zusammengefasst und deren Ergebnisse auf dem Rheumatologen-Kongress in Wiesbaden präsentiert. Für die Untersuchungen wurde ein Pulver aus dem isolierten aktiven Inhaltsstoff der Hagebutte (Litozin®) verwendet. Dabei handelt es sich um ein aus einem Zuckeranteil und Fettsäuren bestehendes Galaktolipid, das nach bisherigen Studien antiphlogistisch und antioxidativ wirkt.

Die Hinweise auf antiinflammatorische Effekte bestätigen die Berliner Kollegen jetzt nach Analyse beider Studien. In der ersten wurden 100 Patienten mit arthrotischen Hüft- und Kniegelenken vier Monate lang zweimal täglich entweder mit Placebo oder 2,5 g des Hagebuttenpulvers behandelt. In der zweiten Studie erhielten 112 Arthrose-Patienten drei Monate lang entweder Placebo oder 5 g des Präparats.

Wichtige Ergebnisse: Bei zwei Dritteln der mit dem pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittel behandelten Patienten nahmen nicht nur die Schmerzen deutlich ab (Placebo: 44 oder 36 Prozent), sondern es besserte sich auch die Beweglichkeit der Gelenke. In einer der beiden Studien ging auch der Schmerzmittelverbrauch um die Hälfte zurück.

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