Bei Abstrich- und Kultur-negativer Pilzkeratitis kann ein molekularer Test rasch und relativ zuverlässig die Diagnose sichern – vor allem dort, wo keine konfokale In-vivo-Mikroskopie verfügbar ist.
Eine gute Blutzuckerkontrolle senkt bei Menschen mit Typ-2-Diabetes das Risiko für eine diabetische Retinopathie. Dabei zählt mehr als der HbA1c-Wert. Wichtig ist auch, Unterzuckerungen zu vermeiden.
Auch der neue Score „Predicting Risk of Cardiovascular Disease Events“ erfasst das kardiovaskuläre Risiko bei Rheuma nur unzureichend. Den HbA1c-Wert hinzuzunehmen, macht ihn zumindest etwas treffsicherer.
Die European Association of Urology hat in ihrer Leitlinie 2026 eine alltagstaugliche Klassifikation von Harnwegsinfektionen festgeschrieben: Es gibt nur noch lokalisierte und systemische Infektionen. Wie sich diese unterscheiden.
Ob jemand nach einem Zeckenstich plötzlich kein Fleisch mehr verträgt oder anaphylaktisch auf Weizen reagiert, wenn er überanstrengt Brot isst – Nahrungsmittelallergien erfordern oft detektivisches Gespür.
Die neue Leitlinie zu neurologischen Erkrankungen in Verbindung mit Humanen Immundefizienz-Virus(HIV)-Infektionen stellt klar: Diese Menschen gehören in die Obhut erfahrener Fachärztinnen und -ärzte.
Die aus Indien stammende Mückenart Anopheles stephensi hat sich an ein urbanes Milieu gewöhnt und ist in die Städte zurückgekehrt. Inzwischen ist sie auch zunehmend auf anderen Kontinenten zu finden.
Wo Mascara allein nicht zum gewünschten Look führt und am Ende des Tages doch verschmiert, locken Seren, die das Wimpernwachstum anregen. Vorsicht aber, wenn sie Prostaglandine enthalten.
Seit immer weniger Menschen rauchen, ist die Thrombangiitis obliterans in Deutschland kaum noch von Bedeutung. Zuwanderung aus ärmeren Ländern könnte das aber ändern, spekuliert ein Angiologie – und erklärt, worauf es bei der Diagnostik ankommt.
Impfungen, Verhütung, Umgang mit Nahrungsmitteln – auch bei objektiv jungen und gesunden Menschen können die Themen der reisemedizinischen Beratung schier endlos sein. Was brauchen diese Reisenden?
Noch basiert die Asthma-Therapie auf einem Stufenschema. Doch über reine Symptomkontrolle hinaus wandelt sie sich zu einer zunehmend personalisierten Behandlung, die auch Remissionen realistisch macht.
Die Angst vor Kieferosteonekrosen unter Osteoporose-Therapie spiegelt ein Zerrbild wider. In Wahrheit sind Nebenwirkungen nämlich ein weit geringeres Problem als osteoporotische Frakturen.
Forschende, allen voran ein deutscher Rheumatologe, haben einen möglichen Therapieansatz bei Lungenfibrose entdeckt. Er basiert darauf, immunologisch ausgebremste natürliche Killerzellen zu reaktivieren.
Bei wiederkehrenden Harnwegsinfektionen gibt es inzwischen einige Möglichkeiten vorzubeugen – ohne gleich zu Antibiotika greifen zu müssen. Ein Ansatz: Sublinguale Immunmodulation.
In der Erwachsenen-Rheumatologie ist die Immunglobulin A (IgA)-Vaskulitis weitgehend unbekanntes Terrain, da sie hier viel seltener als bei Kindern ist. Dafür verläuft sie meist schwerer.
Anhand fiktiver Ereignisse auf einer ärztlich begleiteten Reise durch Mittelamerika in den Amazonas-Regenwald veranschaulichte ein Tropenmediziner, mit welchen Erkrankungen unterwegs zu rechnen ist.
Screening-Programme auf sexuell übertragbare Infektionen (STI) in Risikogruppen sollten sich auf Syphilis und HIV konzentrieren. Ohne Symptome nach mukosalen STI zu suchen, macht wenig Sinn.
Ein nekrotisierender Weichteilinfekt bedarf rasch eines tiefen Débridements. Die Einweisung in die nächstgelegene Klinik mit Chirurgie ist wichtig. Welche Anzeichen rasches Handeln fordern, fasst ein Chirurg zusammen.
Interstitielle Lungenerkrankungen sind bei systemisch autoimmunen rheumatischen Erkrankungen oft prognoserelevanter als die Grunderkrankung. Je eher die Patienten einen Pneumologen sehen, desto besser.
Bei der Behandlung bei Rheumatoider Arthritis (RA) gab es in den letzten Jahrzehnten viele Paradigmenwechsel. Dabei wird eine individuell-ganzheitliche Herangehensweise immer wichtiger.
Nahezu jede fünfte infektiöse Endokarditis schlägt sich muskuloskelettal nieder, meist als Spondylodiszitis, oft aber auch als Arthritis an einem, seltener an mehreren peripheren Gelenken.
Wer Menschen mit systemischer Sklerose angemessen behandeln will, muss sich den individuellen Phänotyp genau ansehen: eine Organmanifestation nach der anderen.
Nach aktuellen Studienergebnissen muss die Diagnose einer bösartigen Tumorerkrankung unter laufender Behandlung mit Biologika nicht zwangsläufig das Aus für die Rheuma-Therapie bedeuten.
Um abzuklären, ob jemand womöglich eine chronische Nierenerkrankung hat oder nicht, reicht es nicht, auf die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) zu schauen.
Wer einen Herpes zoster am Auge durchmacht, bekommt in den Jahren darauf nicht häufiger Krebs als Menschen ohne Zoster ophthalmicus – eine bestimmte Gruppe an Patienten sollte jedoch im Blick behalten werden.
Glaskörpertrübungen sind häufig, die meisten Menschen kommen damit klar. Manche sind aber deutlich gestresst und psychologisch belastet. Um so eher nehmen sie das Risiko einer Intervention in Kauf.