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Kommentar

Herausforderung für Pädagogen

Von Ingeborg Bördlein Veröffentlicht:

Die deutschen - noch vorläufigen - Ergebnisse der SEYLE-Studie zur Gesundheitsförderung durch Prävention von riskanten und selbstschädigenden Verhaltensweisen bei Jugendlichen zeigen, dass Aufklärung und präventive Maßnahmen an Schulen Sinn machen. Die Lehrer zeigten großes Interesse an einem "Gatekeeper-Training", das sie dafür sensibilisiert, gefährdete Schüler zu erkennen und mit ihnen umgehen zu lernen.

Nach der Erfahrung der Heidelberger Wissenschaftler ist die Schule auch der beste Ort, um solche Trainingseinheiten für Schüler umzusetzen. Doch professionelle Helfer haben es schwer, an die Jugendlichen heranzukommen. Psychische Probleme sind für sie offensichtlich ein Tabuthema - auch manche Eltern machen da wohl lieber die Augen zu. So erfuhren die Heidelberger Wissenschaftler bei der Befragung, dass viele Schüler Angst hatten, sie würden wegen ihrer Probleme verlacht.

Gefährdete Kinder und Jugendliche zu identifizieren und Behandlungsoptionen anzubieten - das ist eine große Herausforderung. Viele Lehrer, die zunehmend mit Aufgaben konfrontiert werden, die eigentlich Sozialarbeiter bewältigen müssten, können ein Lied davon singen.

Lesen Sie dazu auch: Mädchen reagieren besser auf Angebote zur Prävention

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