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Meerschweinchen

Gefährliche Schmusetiere?

Meerschweinchen können Hautmykosen übertragen. Besonders neu angeschaffte Tiere sind gelegentlich eine Infektionsquelle, hat eine Münchener Studie ergeben.

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Schmusen mit Haustieren wie einem Meerschweinchen kann zu Dermatophytosen führen.

Schmusen mit Haustieren wie einem Meerschweinchen kann zu Dermatophytosen führen.

© mariesacha / fotolia.com

MÜNCHEN (St). Die Bedeutung von Meerschweinchen als Quelle von Dermatophytosen haben Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität München untersucht (Mycoses 2012; online 31. Juli).

Die Wissenschaftler verschickten dazu Fragebögen an Veterinärmediziner sowie an Besitzer befallener Tiere.

Für die Untersuchung wurden Daten von 101 Tierärzten und 74 Meerschweinchen-Haltern analysiert. Auf den Befall war man meist erst aufmerksam geworden, nachdem in den Familien Hautpilzinfektionen aufgetreten waren.

Bei 97 Prozent der Tiere wurde der Dermatophyt Trichophyton (T.) mentagrophytes identifiziert. Da Meerschweinchen meist zu zweit gehalten werden, gaben die Tiere die Infektionserreger häufig auch an ihren Artgenossen weiter.

Darüber hinaus hatte sich in etwa jeder vierten Familie mit einem infizierten Tier auch ein Mensch angesteckt, meist ein Kind.

Vor Einführung in die Familie Meerschweinchen testen

Die Dermatophytose machte sich bei den Meerschweinchen überwiegend durch Haarausfall, Hautschuppung und Verkrustungen hauptsächlich am Kopf bemerkbar. Bei den infizierten Kindern zeigten sich juckende Hautläsionen meist im Gesicht, am Hals und an den Armen.

Außer T. mentagrophytes förderten die Untersuchungen auch Milben, Läuse, Bakterien und bei einem Tier Hefepilze zutage. Um Rezidive zu vermeiden, wurden die meisten Tiere gegen den Pilzbefall und die anderen Erreger behandelt.

Fazit: Asymptomatische Meerschweinchen sind eine wesentliche Quelle für Mykosen. Vermutet wird, dass sich die Pilzinfektion bei den Tieren oft erst durch schlechte Haltung oder durch den Stress bei Eingewöhnung in eine neue Umgebung entwickelt.

Außer Trichophyton sorgt beim Meerschweinchen auch zum Beispiel Microsporum für entzündliche Hautveränderungen.

Um die Infektionsgefahr für Kinder zu verringern, können die Tiere vor Einführung in die Familie getestet werden. Fallen ihnen bereits die Haare aus, schuppt sich die Haut oder bilden sich Krusten am Kopf, sollte auf jeden Fall auf eine Dermatophytose hin untersucht werden.

Quelle: www.springermedizin.de

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