Direkt zum Inhaltsbereich

Ratschläge für Patienten mit Reise- und Seekrankheit

Bei leichter Seekrankheit ist Ingwer eine Option.

Von PD Tomas Jelinek Veröffentlicht:

Auf Reisen sind Kinetosen ein häufiges Beschwerdebild. In ihren schlimmeren Ausprägungen können sie den Betroffenen die Fortbewegung nachhaltig verleiden. Verhaltens-Tipps wie etwa der Blick auf den Horizont können eine Reise- oder Seekrankheit verhindern oder bessern - aber nicht bei allen Betroffenen. In manchen Fällen lässt sich der Griff zu Medikamenten nicht vermeiden.

Der am häufigsten verwendete Wirkstoff ist das Antihistaminikum Dimenhydrinat, welches rezeptfrei als Tablette, Kaugummi oder Zäpfchen zur Verfügung steht. Leider tritt als unerwünschte Wirkung oft Benommenheit und Schläfrigkeit auf. Ähnliches gilt auch für den Wirkstoff Meclozin, der in Deutschland nicht mehr verfügbar ist.

Die gute Wirksamkeit des Anticholinergikums Scopolamin, welches als Transdermal-Pflaster erhältlich ist, wurde in verschiedenen Studien getestet. Doch auch hier können unangenehme Wirkungen wie Akkomodationsstörungen, Herzrasen und weitere anticholinerge Symptome auftreten. Daher werden die Pflaster nur noch eingeschränkt empfohlen.

Als Tipp bei Seglern und Tauchern gilt in den letzten Jahren zunehmend das besser verträgliche Cinnarizin, 50 bis 75 mg ein- bis zweimal täglich, das früher in Deutschland zur Therapie bei Störungen des Gleichgewichtsorgans und des Innenohrs zugelassen war. Es kann über Apotheken aus dem Ausland bezogen werden. In Deutschland ist es nur in fixer Kombination mit Dimenhydrat verfügbar. Dies birgt dann jedoch wiederum den Nachteil der potenziellen Nebenwirkungen jenes Präparates.

Bei leichteren Formen der Reisekrankheit, Kindern ab 6 Jahren und Schwangeren lohnt auch der Versuch mit Ingwerwurzel, welche in Kapseln à 250mg verfügbar ist.

www.crm.de

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Fehlzeiten-Report 2026

Psychiaterin zu Fehlzeiten: „Gute Arbeit ist Teil der Lösung“

Kooperation | In Kooperation mit: AOK-Bundesverband

Fehlzeiten-Report 2026

Aktuelle Kassenstatistik: Mehr Fehlzeiten durch psychische Leiden

Kooperation | In Kooperation mit: AOK-Bundesverband
Das könnte Sie auch interessieren
Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

© libre de droit | iStock

Update MS

Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

© Yozayo | iStock

Intrathekale Entzündung

Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Ein erreichbares Ziel bei MS?

© Merck KGaA

Therapiefreie Remission

Ein erreichbares Ziel bei MS?

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

© APOGEPHA Arzneimittel GmbH | Generated by AI

Überaktive Blase

Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APOGEPHA Arzneimittel GmbH, Dresden
Abb. 1: Ofatumumab-Konzentrationen in der Muttermilchh

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Aktive schubförmige Multiple Sklerose

Flexiblere Familienplanung durch kürzere Kontrazeptionszeit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Abb. 1: MS-Krankheitsdynamik: Patientinnen und Patienten bewegen sich von frühen Stadien über Phasen fokaler Entzündung in fortgeschrittene, meist irreversible Stadien

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [4]

Multiple Sklerose heute

Praxisrelevante Daten im Fokus

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Mikrobiomforschung

Atemwegs-Dysbiose befeuert Lungenerkrankungen

Weniger Spätkomplikationen

Frühe HbA1c-Kontrolle zahlt sich aus

Lesetipps
Eine Frau sitzt am Tisch und misst ihren Blutzucker am linken Zeigefinger.

© Felippe Lopes / Generated with AI / Stock.adobe.com

Potenzielle Über- und Untertherapie

Medikation des Typ-2-Diabetes wird im Alter zu selten angepasst