Statistisches Bundesamt

Tarifbindung im Gesundheitswesen leicht über dem Durchschnitt

Tarifverträge geben Sicherheit und verringern Lohnunterschiede. Je nach Branche sieht es damit allerdings ganz unterschiedlich aus.

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Wiesbaden. Die Tarifbindung in Deutschland blieb vergangenes Jahr unverändert: Knapp die Hälfte (49 Prozent) aller Beschäftigten arbeiteten in einem tarifgebundenen Betrieb (d.h. mit Branchen- oder Firmentarifvertrag), meldet das Statistische Bundesamt (Destatis). Das entspreche dem Niveau der Vorjahre, heißt es.

Mit 100 Prozent entfällt die bundesweit höchste Tarifbindung auf Beschäftigte im Branchenabschnitt „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung“. Gefolgt von der Energieversorgung (84 Prozent) und dem Segment „Erziehung und Unterricht“ (80 Prozent). Gesundheitsberufe („Gesundheits- und Sozialwesen“) rangieren im Mittelfeld mit 53 Prozent Tarifbindung – gleichfalls unverändert zum Vorjahr.

Im Westen am besten

Am niedrigsten liegt die Tarifbindung 2024 in den Wirtschaftszweigen „Land- und Forstwirtschaft, Fischerei“ (11 Prozent), „Kunst, Unterhaltung und Erholung“ (20 Prozent), „Grundstücks- und Wohnungswesen“ (22 Prozent) sowie im „Gastgewerbe“ (23 Prozent).

In der Regionalbetrachtung weist Destatis für den Westen der Republik die höchste Tarifbindung aus. Durchweg werden hier (in NRW, Niedersachsen, Bremen, dem Saarland sowie Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz) Werte um 50 Prozent erreicht. Im Osten zieht lediglich Sachsen-Anhalt mit 50 Prozent gleich. Ansonsten liegen die Länderwerte leicht unter 50 Prozent. Am niedrigsten ist die Tarifbindung in Sachsen (42 Prozent). (cw)

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