Intensive Vernetzung

Neuer Professor für Allgemeinmedizin in Fulda

Prof. Roland Koch hat die neu eingerichtete Professur für Allgemeinmedizin am Campus Fulda der Marburger Philipps-Universität übernommen. Ziel der neuen Professur sei die intensive Vernetzung zwischen Klinikum, ambulanten Praxen und häuslicher Versorgung.

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Ein Institut, zwei Standorte: Prof. Dr. Annette Becker und Prof. Dr. Roland Koch aus dem Leitungsteam des Instituts für Allgemeinmedizin der Philipps-Universität Marburg. Martin Engel

Ein Institut, zwei Standorte: Prof. Dr. Annette Becker und Prof. Dr. Roland Koch aus dem Leitungsteam des Instituts für Allgemeinmedizin der Philipps-Universität Marburg. Martin Engel

© MARTIN ENGEL

Fulda/Marburg. Am Campus Fulda der Marburger Philipps-Universität hat Prof. Roland Koch die neu eingerichtete Professur für Allgemeinmedizin übernommen. „Mit dieser Berufung setzt die Universität Marburg gemeinsam mit dem Klinikum Fulda ein deutliches Signal für eine zukunftsweisende, vernetzte Patientenversorgung und eine moderne Ausbildung des medizinischen Nachwuchses“, sagt Uni-Präsident Prof. Thomas Nauss.

Der in Marburg aufgewachsene Roland Koch (44) war zuletzt als Facharzt für Allgemeinmedizin sowie Teamleiter Lehre am Universitätsklinikum Tübingen tätig, für das er vier Jahre lang als stellvertretender Ärztlicher Direktor fungierte. Zuvor hat er sieben Jahre lang als Arzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter in schwedischen Kliniken und Gesundheitseinrichtungen gearbeitet.

Digitale Transformation und Prävention

Am Campus Fulda liegt sein Fokus nun auf der digitalen Transformation und der Prävention: „Es geht darum, durch Telemedizin und Künstliche Intelligenz neue Freiräume für das eigentliche ärztliche Handeln zu schaffen“, erklärt Koch. Das Gespräch und die körperliche Untersuchung sollten durch technische Innovationen wieder in den Mittelpunkt rücken: „Davon profitieren Patienten, der medizinische Nachwuchs und die inter-professionellen Teams“, so Koch.

In Fulda werden seit mehr als zwei Jahren Studierende der Uni Marburg im klinischen Abschnitt ausgebildet. Derzeit sind es 180 angehende Ärztinnen und Ärzte, die unter anderem mit modernen Simulationsräumen und Schauspielpatienten gelockt werden. Das Besondere am Standort ist eine enge Kooperation mit der Hochschule Fulda, die eine gemeinsame Ausbildung mit anderen Gesundheitsberufen wie Pflege, Hebammenkunde und Physiotherapie ermöglicht.

Ein Ziel der neuen Professur ist die intensivere Vernetzung zwischen Klinikum, ambulanten Praxen und häuslicher Versorgung. Prof. Koch habe dabei die Rolle eines „modernen Brückenbauers“, freut sich Dr. Thomas Menzel vom Vorstand des Klinikums Fulda. (coo)

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