Internationaler Frauentag
apoBank-Gehaltsdaten zeigen: Angestellte Ärztinnen verdienen deutlich weniger als Ärzte
Einen Gender Pay Gap gibt es auch bei angestellten Ärztinnen und Ärzten in der ambulanten Versorgung. Hier ist der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen sogar besonders ausgeprägt, so die apoBank.
Veröffentlicht:Düsseldorf. Ernüchternde Meldung zum Internationalen Frauentag am 8. März: Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen hält sich in der Medizin „weiterhin hartnäckig“. Das teilte die apoBank am Donnerstag mit Blick auf ihr vorliegende „aktuelle Gehaltsdaten aus 2025“ mit.
Die Einkommensunterschiede bei Angestellten seien im ambulanten Bereich sowohl in der Human- als auch in der Zahnmedizin deutlich. Konkret: Mit 21 Prozent liege der Gender Pay Gap in der Humanmedizin weiterhin über dem gesamtdeutschen Durchschnitt von 16 Prozent. „Vollzeitbeschäftigte Ärztinnen verdienen im Schnitt spürbar weniger als ihre männlichen Kollegen“, so die apoBank.
Laut apoBank liegen den Angaben Bruttojahresfestgehälter (ohne Sonderzahlungen) von insgesamt 258 Humanmedizinern in Vollzeit zugrunde, davon 124 Frauen und 134 Männer.
„Unsere Daten zeigen, dass Ärztinnen bei der Wahl ihrer Arbeitsbedingungen häufiger Wert auf planbare oder flexiblere Arbeitszeitmodelle legen und dafür beim Gehalt eher zu Kompromissen bereit sind“, teilte die Bank auf Anfrage der Ärzte Zeitung mit.
Zudem hätten angestellte Ärzte im Durchschnitt mehr Berufserfahrung, da sie ihren Karriereweg seltener unterbrechen, zum Beispiel aufgrund familiärer Verpflichtungen. „Beides beeinflusst die Eingruppierung in Festgehaltsstrukturen.“
In der Zahnmedizin ist die Lage teils erfreulicher. Zumindest bei den Festgehältern sei die Lücke in den vergangenen Jahren deutlich geschrumpft: von 33 Prozent (2021) auf neun Prozent (2025). Diese positive Entwicklung betreffe rund ein Drittel der ambulant angestellten Zahnärzteschaft. Bei der umsatzabhängigen Vergütung betrage der Gender Pay Gap aber immer noch 20 Prozent. (juk)












