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80.000 Euro

Forschung zu Alzheimer gefördert

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MÜNSTER. Im Tiermodell will PD Dr. Judith Alferink von der Uni Münster mit ihrem Team die Rolle des Chemokins CCL17, das die Wanderung von Immunzellen im Körper steuern kann, in der Entwicklung von Alzheimer untersuchen. Die Stiftung Alzheimer-Initiative fördert das Projekt mit 80.000 Euro.

"Wie wir erst kürzlich belegt haben, verstärkt CCL17 im Tiermodell die Eiweißablagerung, die den Untergang der Nervenzellen fördert, sowie den fortschreitenden Gedächtnisverlust", wird Alferink in einer Mitteilung der Uni Münster zitiert.

Genetisch veränderte Mäuse ohne CCL17 seien hingegen vor dem Gedächtnisverlust geschützt gewesen und hätten geringere Mengen des nervenschädigenden Amyloids aufgewiesen.

"Interessanterweise wanderten bei diesen Tieren letztlich sogar mehr Immunzellen ins Gehirn ein", so Alferink, "diese wirkten aber dämpfend auf die Krankheit, indem sie entzündungshemmende Faktoren produzierten."

Ein weiterer Aspekt des Projekts sei die Erforschung der Mikroglia-Zellen, die den Krankheitsprozess durch die Produktion von Entzündungsfaktoren forcieren, heißt es in der Mitteilung.

Bei Mäusen zeigten Mikroglia-Zellen eine verbesserte Fähigkeit, die Eiweißablagerungen zu entfernen - welcher Mechanismus diesem Prozess zugrunde liegt, sei jedoch noch weitgehend unerforscht.

"Insgesamt erhoffen wir uns von den Untersuchungen zur Rolle von CCL17 neue Behandlungsstrategien für Alzheimer-Patienten", so Alferink, "die beispielsweise den Untergang der Nervenzellen verlangsamen oder diesen sogar aufhalten könnten."

Die Finanzierung durch die gemeinnützige Alzheimer-Forschung-Initiative e.V. (AFI) erstreckt sich auf einen Zeitraum von zwei Jahren. (eb)

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