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Osteosarkom

Immunzellen beeinflussen den Therapieerfolg

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HEIDELBERG. Mit neuen Methoden der Probenaufbereitung ist es Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Heidelberg gelungen, beim Osteosarkom bestimmte Immunzellen im Tumorgewebe unter dem Mikroskop sichtbar zu machen und deren Einfluss auf die Aggressivität der Erkrankung und die Erfolgsaussichten der Therapie zu zeigen (OncoImmunology 2015, online 2. April).

Damit steht nun ein neuer Biomarker zur Verfügung, mit dem sie für jeden Patienten bereits zum Zeitpunkt der Diagnose den Krankheitsverlauf besser einschätzen können, teilt die Uniklinik Heidelberg mit.

Von den Erkenntnissen erhoffen sich die Forscher auch Ansatzpunkte für neue, personalisierte Therapien, die an den Immunzellen angreifen. Die Kinderkrebsstiftung habe das Projekt mit rund 180.000 Euro gefördert.

"Die Rolle des körpereigenen Immunsystems im Osteosarkom ist größer als bislang angenommen", heißt es in der Mitteilung. Hier könnte sich ein beim Osteosarkom bisher kaum beachtetes Therapiefeld eröffnen.

Um die Gewebeprobe eines Osteosarkoms unter dem Mikroskop untersuchen zu können, müssen die Wissenschaftler das knöcherne Material mit speziellen chemischen Verfahren aufbereiten.

Tüfteln war notwendig

"Wendet man die herkömmliche Verfahren zur Aufbereitung der Biopsien an, bleiben wesentliche Immunzellen unsichtbar", so Dr. Pierre Kunz, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg, in der Mitteilung zitiert.

Einiges Tüfteln war notwendig, bis es dem Heidelberger Team gelang, die Gewebeproben von Osteosarkomen so aufzubereiten, dass sich die vom Tumor genutzten, hemmenden Immunzellen unter dem Mikroskop erkennen ließen.

"Jetzt können wir diese und andere Immunzellen anfärben, verschiedene Arten unterscheiden und quantifizieren", erklärt PD Dr. Benedikt Fritzsching, Kinderarzt am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Heidelberg.

Ein weiterer Erfolgsfaktor: Sie entschlossen sich den aufwendigen Weg einer "Whole-Slide Analyse" zu gehen, bei der sie die gesamte Gewebeprobe von ein bis zwei Quadratzentimetern analysieren, anstatt wie sonst üblich nur einen sehr kleinen Anteil.

"Das Osteosarkom ist ein sehr heterogener Tumor - prüft man nur einen sehr kleinen Ausschnitt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dieser gar nicht repräsentativ für den ganzen Tumor ist", heißt es in der Mitteilung. (eb)

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