KV Brandenburg

Bedarfsplanungsrichtlinie des GBA ist Murks

KV kündigt eigenes Konzept an, bei dem der regionale Versorgungsbedarf im Mittelpunkt steht.

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POTSDAM. Die Bedarfsplanungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses ist eine "Fehlkonstruktion". Diese Auffassung vertritt der Vorsitzende der KV Brandenburg (KVBB) Dr. Hans-Joachim Helming. Auch die Einführung eines Demografiefaktors habe daran nichts geändert.

"Statt der auf statistischen Verfahren beruhenden Zuteilungs-Planwirtschaft muss eine auf dem tatsächlichen, regionalen Versorgungsbedarf beruhende, die demografische Perspektive einschließende und einen qualitativen Versorgungsauftrag beschreibende Systematik eingeführt werden", forderte Helming bei der letzten Vertreterversammlung der KVBB im Juni.

Die KVBB will daher ein neues Konzept zur Bedarfsplanung vorlegen. Das Konzept zur versorgungsauftragsbasierten Arztsitzvergabe wurde Ende Juni in einem Workshop mit Kassenvertretern und Gesundheitswissenschaftlern diskutiert und traf auf viel Zustimmung. Zwei Jahre Entwicklungsarbeit hat die KVBB bereits investiert. Nun soll bald die Erprobung in einem Pilotprojekt starten.

Im Groben sieht das neue Bedarfsplanungskonzept einen Abgleich zwischen Patientenbedarf und Versorgungsangeboten in kleinen Regionen vor. Dazu sollen Alter, Geschlecht, Morbiditäts- und Sozialstruktur der regionalen Bevölkerung risikoadjustiert betrachtet und für die Zukunft fortgeschrieben werden.

Dem gegenüber steht eine Analyse der Versorgungsangebote in dieser Region nach personeller, fachlicher und organisatorischer sowie apparativer Ausstattung. Sie soll auch Krankenhäuser einschließen. (ami)

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