Pflegekräfte

Hessische Kliniken warnen vor hohem Arbeitsdruck

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FRANKFURT/ESCHBORN. Die Hessische Krankenhausgesellschaft (HKG) sieht bei den Plänen der Bundesregierung zur Klinikreform mehr Arbeitsdruck auf die Mitarbeiter in den Häusern zukommen.

"Es ist absurd, dass der Preisdruck, der durch das Gesetz geschaffen wird, weiter an die Mitarbeiter gegeben wird", sagte HKG-Präsident Dieter Bartsch am Sitz der Gesellschaft in Eschborn.

Mit dem Pflegeförderungsprogramm sei zwar geplant, dass in Hessen zwischen 2016 und 2018 rund 450 Stellen neu geschaffen werden können. Gleichzeitig laufe aber ein Förderprogramm, das 2011 gestartet ist, im Jahr 2017 aus - somit könnten rund 600 Pflegekräfte nicht mehr weiter beschäftigt werden.

Die Lücke von 150 Kräften sei von der Politik bislang nicht beachtet worden, rechnet die Gesellschaft vor. Somit steige der Arbeitsdruck im Pflegebereich in den kommenden Jahren weiter, warnte Michael Semmet, Vorsitzender des Ausschusses "Krankenhausfinanzierung" bei der HKG.

Auch der Investitionsfonds wird von den hessischen Kliniken kritisch gesehen. Nach Bartschs Angaben können in Hessen zwar 70 Millionen Euro durch den geplanten Strukturfonds investiert werden, benötigt würden allerdings 150 Millionen Euro.

Die HKG begrüßt die Regelungen zu den Mindestmengen und auch zur Qualitätsorientierung. Auch die Idee, Abschläge bei schlechter Qualität einzuführen, "sollte ausprobiert werden", heißt es. (bee)

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