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Digitalisierung

gematik beschließt „Opt-out-ePA“

Alle Kassenpatienten sollen eine elektronische Akte erhalten und dann selbst entscheiden, ob und wie weit sie bei der Datensammlung mitgehen wollen.

Veröffentlicht:

Berlin. Die elektronische Patientenakte (ePA) soll noch in dieser Legislaturperiode als eine Opt-out-Lösung funktionieren. Das habe die Gesellschafterversammlung der gematik am heutigen Montag entschieden, heißt es in einer noch am Abend herausgebrachten Mitteilung der TI-Gesellschaft.

Danach soll die ePA „für alle Versicherten automatisch eingerichtet werden. Wer das nicht möchte, kann aktiv widersprechen“. Diese Lösung wird landläufig als „Opt-out-ePA“ bezeichnet.

Dementsprechend habe die gematik einen Prüfauftrag für vier wichtige Opt-out-Dimensionen erhalten: für die Bereitstellung der Akte, den Zugriff darauf, deren Befüllung sowie die pseudonymisierte Datenweitergabe zu Forschungszwecken. Zudem hätten die Gesellschafter am Montag beschlossen, dass auch der elektronische Medikationsplan sowie die elektronische Patientenkurzakte Bestandteile der ePA werden sollen.

Versicherte, die schon eine ePA besitzen und sich dafür bei ihrer Kasse haben registrieren lassen, können dabei bleiben: „Wer bereits jetzt eine elektronische Patientenakte besitzt oder plant, sich eine einzurichten, wird später seine Daten auch in der Opt-out-Variante nutzen können“, verspricht die gematik. (cw)

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