Ökonomie

Risikoscheu im Hirn sichtbar machen

Forscher der Universität Bonn haben die biologischen Grundlagen ökonomischer Entscheidungen untersucht.

Veröffentlicht:

BONN. Wissenschaftler der Universität Bonn untersuchten mit Kollegen der Universität Zürich die Risikoeinstellungen von 56 Probanden (The Journal of Neuroscience, 32: 16683).

Dabei zeigte sich, dass bei zur Sicherheit neigenden Menschen bestimmte Hirnregionen stärker aktiviert werden, wenn sie mit unvorhersehbaren Situationen konfrontiert werden.

Zudem unterscheiden sie nicht so deutlich wie die Risikofreudigen, ob eine Situation mehr oder weniger riskant ist als erwartet. Die Forscher stellten fest, dass es sich bei den Hirnregionen um das "ventrale Striatum" und den "Inselcortex" handelten.

Das ventrale Striatum reagiert sowohl auf die Wahrscheinlichkeit eines Gewinns als auch darauf, wie gut man den Ausgang einer Wette vorhersagen kann.

Der Inselcortex ist besonders sensibel für das Risiko einer Situation und dafür, ob das Risiko größer oder kleiner ist als erwartet.

Offenbar nehmen Menschen, die über eine stärkere Aktivierung dieser Gehirnregionen verfügen, Risiken deutlicher wahr und belegen sie negativer als die Risikofreudigen, so die Studienautoren in einer Mitteilung der Uni Bonn. (eb)

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