Patienten und Alkohol

KKH setzt auf Kompetenz von Hausärzten

Ein KKH-Strukturvertrag mit der KV Berlin rückt Patienten mit Alkoholproblemen in den Fokus.

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BERLIN. Hausärztliche Hilfe für Patienten mit problematischem Alkoholkonsum will die Kaufmännische Krankenkasse Hannover (KKH) nun in Berlin anbieten. Dazu hat sie mit der KV Berlin einen Strukturvertrag nach Paragraf 73a SGB V geschlossen.

"Viele Menschen, die übermäßig Alkohol konsumieren, suchen keine suchtspezifischen Einrichtungen auf, nehmen aber wegen gesundheitlicher Probleme häufig den Hausarzt in Anspruch", sagte ein KKH-Sprecher der "Ärzte Zeitung".

Diese Patienten sollen Hausärzte mit spezieller Qualifikation künftig gezielt ansprechen.

Teilnehmen können Hausärzte mit der Zusatzqualifikation zur psychosomatischen oder suchtmedizinischen Grundversorgung oder einem Nachweis über eine Schulung im "Motivational Interviewing". Sie werden durch einen Leitfaden zur Kurzintervention unterstützt.

Das strukturierte Behandlungsangebot umfasst nach KKH-Angaben ein Beratungsgespräch von 20 Minuten und zwei 15-minütige Kurzinterventionen im ersten Jahr der Vertragsteilnahme.

Innerhalb des ersten Teilnahmejahres kann zusätzlich ein Follow-up-Gespräch zur Sicherung der Behandlungskontinuität erfolgen. Die KKH stellt den Patienten zusätzlich ihren sechswöchigen Online-Coach und Infomaterial zur Verfügung.

Laut dem aktuellen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung sterben in Deutschland jedes Jahr rund 74 000 Menschen an den Folgen ihres Alkoholmissbrauchs.

Bei mehr als 3,3 Millionen Erwachsenen stellt der Suchtbericht Abhängigkeit oder Missbrauch von Alkohol fest. (ami)

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