Berufsanerkennung
Pflege: Extrem niedrige Anerkennungsquote in Sachsen
Sieben Prozent der gestellten Anerkennungsanträge für ausländische Pflegekräfte endeten in Sachsen 2023 positiv. Die Linke will daher mehr Menschen qualifizieren, die bereits in Sachsen leben.
Veröffentlicht:Dresden. In Sachsen sind im Jahr 2023 in nur wenigen Fällen ausländische Abschlüsse von Mitarbeitern aus der Pflege anerkannt worden. Das hat eine Anfrage der Linksfraktion im sächsischen Landtag ergeben. Laut der Antwort von Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) wurde 2023 bei 420 abgeschlossenen Verfahren in 30 Fällen eine ausländische Qualifikation anerkannt. Das entspricht einem Anteil von rund sieben Prozent.
300 der Verfahren betrafen Frauen, 25 von ihnen erhielten einen positiven Bescheid. 120 Anträge von Männern wurden 2023 entschieden, davon führten fünf Entscheidungen zu Anerkennungen der Abschlüsse.
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„Offensichtlich gelingt es trotz der teuren Anwerbeprogramme kaum, qualifizierte Leute aus dem Ausland zu gewinnen“, sagte Susanne Schaper, Fraktionsvorsitzende der Linken, im Landtag. „Die Schlussfolgerung kann nur lauten: Wir müssen mehr Menschen qualifizieren, die schon in Sachsen leben.“ (sve)