„Praktizierter Jugendschutz“
Spahn will Jugendliche vor Werbung für Schönheits-Operationen schützen
Der Gesundheitsminister will sozialen Druck von Jüngeren nehmen, indem er an sie gerichtete Werbung für Schönheits-Eingriffe verbietet. Die gesellschaftliche Botschaft müsse sein: „Du bist ok, genauso wie Du bist“.
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Zu kleine Brüste? Jens Spahn will, dass Jugendliche nicht durch Werbung für Schönheits-Operationen solche Botschaften für sich interpretieren.
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Berlin. Werbung für Schönheits-Operationen, die sich „ausschließlich oder überwiegend“ an Jugendliche richtet, sollte nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verboten werden. Ein solches Verbot wäre „praktizierter Jugendschutz“, sagte der Politiker dem „Tagesspiegel“ (Mittwoch). „Das Signal unserer Gesellschaft an junge Menschen muss sein: Du bist ok, genauso wie Du bist.“ Werbung für jene Eingriffe vermittle „zu oft eine andere, falsche Botschaft“.
Dem Bericht zufolge soll die Regelung als Änderungsantrag dem geplanten Masernschutzgesetz beigefügt und am Freitag vom Bundestag in erster Lesung mitbehandelt werden.
Jeder operative Eingriff berge Gefahren für die Gesundheit, heißt es laut dem „Tagesspiegel“-Bericht in Spahns Änderungsantrag. „Gerade die Altersgruppe der Jugendlichen, die sehr empfänglich für Themen wie Schönheitsideal und Aussehen sind“, solle daher vor entsprechender Werbung geschützt werden. Das Verbot solle auch für Werbung in sozialen Netzwerken gelten. (dpa)