Ärzteausbildung

Medizinische Hochschule Brandenburg: Bis zu 50 Mitarbeiter von geplanten Kürzungen betroffen

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Potsdam. Nach der angekündigten Reduzierung der staatlichen Zuschüsse für die Medizinische Hochschule Brandenburg (MHB) um 1,6 Millionen Euro hat Universitätspräsident Prof. Hans-Uwe Simon vor den Folgen für die von Kommunen und freien Trägern getragene Hochschule gewarnt.

„Jegliche Kürzung ist ein Problem, insbesondere, wenn man vorher nicht damit gerechnet hat“, sagte Simon.

Wenn die Hochschule diese Kürzung durch Umschichtungen in ihrem Budget ausgleichen sollte, werde man sich bestimmte Dinge in Ausbildung, Forschung und Krankenversorgung nicht mehr leisten können.

„Das wäre ein schlechtes Signal“

„Im Moment hoffen wir aber noch, dass der Brandenburger Landtag an den Plänen noch etwas ändert“, sagt Simon. Sollten die Kürzungen umgesetzt werden, hätten sie Auswirkungen auf bis zu 50 Mitarbeiter, deren Stellen ganz oder in Teilen mit den Landesmitteln finanziert werden. „Das wäre ein schlechtes Signal nach innen wie nach außen“, sagte Simon.

Ein besonderes Problem sei es, wenn durch die Kürzungen auch weniger Eigenanteile für Drittmittel aufgebracht werden könnten. „Denn dann fallen auch die Mittel weg.“

Steiniger: Kürzungen nicht nachvollziehbar

Kritik an den Kürzungen übte am Mittwoch auch die Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), die Urologin Catrin Steiniger. „Die MHB ist für uns eine wichtige Ausbildungsstätte, aus der schon viele ärztliche Kollegen hervorgegangen sind.“

Sie könne die Kürzungen nicht nachvollziehen, sagte Steiniger. Für die Hochschule sei das existenzgefährdend.

Aus ihrer Sicht sollten die private MHB und die in Cottbus geplante staatliche „Medzinische Universität Lausitz – Carl Thiem“ gleichberechtigt und paritätisch gefördert werden. (lass)

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