BVKJ-Medienpreis 2025
Pädiater rücken soziales Engagement für Kinder in den Fokus
Den Interessen junger Menschen werde oft nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt, moniert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte. Mit ihrem Medienpreis wollen die Pädiater ein Zeichen setzen.
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Mit Zusammenhalt läuft es besser: Seit 2009 zeichnet der BVKJ journalistische Beiträge aus, die sich um die Belange junger Menschen drehen. (Symbolbild)
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Berlin. Eine kleine Gruppe sind die Kleinen wahrlich nicht. 2022 wurden hierzulande laut Deutschlandatlas des Bundes rund 14,3 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gezählt. Das entspricht knapp 17 Prozent der hiesigen Gesamtbevölkerung.
Dennoch: Den Interessen und Bedürfnissen junger Menschen werde in der Gesellschaft und leider oft auch in der Politik nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt – beispielsweise in der Corona-Krise 2020 bis 2023, kritisiert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ). „Umso wichtiger ist es, die Themen und Anliegen von Kindern und Jugendlichen sichtbar zu machen“, sagt BVKJ-Präsident Dr. Michael Hubmann der Ärzte Zeitung.
Seit 2009 zeichnet der BVKJ, der eigenen Angaben zufolge bundesweit rund 11.500 Pädiaterinnen und Pädiater vertritt, journalistische Beiträge aus, die „in herausragender Weise“ auf die Belange von Kindern und Jugendlichen aufmerksam machen.
Bei der Jury sind 74 Beiträge eingegangen
Ins Leben gerufen worden ist der Preis von der Wissenschaftsjournalistin Regine Hauch, die viele Jahre lang auch für den BVKJ tätig war, und von Dr. Ulrich Fegeler, einem ehemaligen Bundespressesprecher des Verbandes.
Gegenstand der Ausschreibungen waren in der Vergangenheit stets die „vergessenen Kinder am Rande der Gesellschaft“. Dieses Jahr, sagt Hubmann, wolle die Jury Beiträge würdigen, die Positivbeispiele des sozialen Engagements für oder auch von Kindern und Jugendlichen zum Inhalt haben.
Viele junge Menschen seien ob der derzeitigen Nachrichtenlage – Krieg in der Ukraine, die Lage im Nahen Osten, Wirtschafts- und Klimakrise, gesellschaftliche Spaltung und zunehmende Gewalt – psychisch tief verunsichert und verängstigt, sagt Hubmann.
Das bekämen die Kolleginnen und Kollegen und ihre Teams auch im Praxisalltag mit. Und: „Viele Kinder und Jugendliche sehnen sich nach Halt und sozialer Gemeinschaft. Daher suchen wir Medienbeiträge, die schöne Beispiele dafür liefern, wie das geht.“
Erstmals Kategorie „Hörfunk, Podcast, Social Media“
Vergeben wird der BVKJ-Medienpreis in drei Kategorien. Diese sind jeweils mit einem Preisgeld von 5.000 Euro dotiert. Bis einschließlich 2024 gab es die Kategorien „Print/Online“, „Hörfunk“ und „Fernsehen“. In diesem Jahr ist die Kategorie Hörfunk zu „Hörfunk, Podcast, Social Media“ erweitert worden, um auch neue, digitale Formate abzubilden.
Seit 2015 zeichnet der BVKJ zudem Redaktionen aus, die in besonderer Weise auf die Belange von Kindern und Jugendlichen aufmerksam machen. Dieser Sonderpreis ist undotiert. In diesem Jahr sind 74 Beiträge eingegangen – davon 31 in der Kategorie „Print/Online“, 22 in der Kategorie „Hörfunk, Podcast, Social Media“ und 21 in der Kategorie „Fernsehen“.
„Beispiele, wie soziales Engagement geht“
Aktuell sichte die Jury die eingegangenen Beiträge, so Hubmann. In der Jury vertreten sind Professor Alexander P.F. Ehlers, Dr. Julia Tabatabai, Dr. Michael Platzköster, Dr. Tanja Brunnert, Jakob Maske und BVKJ-Präsident Hubmann.
Erstmals begleitet die Ärzte Zeitung den BVKJ-Medienpreis als Medienpartner. Die feierliche Preisverleihung findet am 9. Mai in Berlin statt. Schirmherr ist der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. (hom)