Atemwegserkrankungen

Innovatoren gesucht

Ein Unternehmen will Lösungen fördern, die die Behandlung von Atemwegspatienten optimieren können.

Veröffentlicht:

MÜNCHEN. Linde Healthcare sucht noch bis 30. November Forscher im Bereich der Atemwege zur Förderung durch den Realfund. Dieser Forschungsfonds fördere weltweit innovative Ideen, Forschungsarbeiten und Projekte, die das Potenzial haben, die Behandlung von Patienten mit Atemwegserkrankungen zu verbessern.

Potenzielle Anwender wie Ärzte, Techniker, Patientenorganisationen aber auch Erfinder und Forschungseinrichtungen seien zur Teilnahme aufgerufen.

Der Förderbetrag kann nach Unternehmensangaben je nach Komplexität des Vorhabens variieren, wobei der Höchstbetrag 75.000 Euro pro Projekt betrage.

In der laufenden Förderperiode 2015/16 seien aus den zahlreichen internationalen Bewerbungen zwei Projekte aus Deutschland und ein Projekt aus den USA ausgewählt worden, die derzeit unterstützt würden:

- Dr. Johannes Bickenbach und Professor Michael Dreher vom Universitätsklinikum Aachen untersuchten, ob Exazerbationen bei invasiv beatmeten Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) vorhergesagt werden könnten. Dazu wollten sie auf Daten des Beatmungsgeräts zugreifen und einen Algorithmus entwickeln, der diese Informationen softwarebasiert analysiert.

- Dr. Thomas Bitter vom Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen forsche an einem neuen Therapieansatz für die High Flow Therapie, die bei der Behandlung von Patienten mit Cheyne-Stokes-Atmung zum Tragen kommen könnte. Diese pathologische Form der Atmung trete oft bei Patienten mit einer eingeschränkten Pumpfunktion des Herzens auf.

- Professor Christopher H. Fanta vom Brigham and Womens Hospital an der Harvard Medical School in Boston plane, eine Smartphone-App zu entwickeln, die COPD-Patienten warnt, wenn sich ihre Atmung verschlechtert und Empfehlungen gibt, wie schwere Exazerbationen vermieden werden können.

Die Realfund-Stipendiaten würden jeweils mit Hilfe von unabhängigen medizinischen und wissenschaftlichen Experten ausgewählt und erhielten Unterstützung in der Fortführung ihrer Forschungsaktivitäten.

In den vergangenen Jahren seien zahlreiche vielversprechende Projekte eingereicht und gefördert worden, die großen Ideenreichtum und starke Innovationskraft aufwiesen. Linde werde sich weiterhin weltweit in der Kooperation mit Forschern engagieren, um die wissenschaftliche Arbeit und die Entwicklung von Innovationen zu forcieren. (maw)

Jetzt abonnieren
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Randomisierte kontrollierte Studie

Automatisierte Insulinabgabe auch bei Typ-2-Diabetes von Vorteil?

Untersuchung nach stumpfem Trauma

Abdominale CT bei Kindern: 40 Prozent mit Zufallsbefunden

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Überraschende Personalie

Eine Juristin wird Gesundheitsministerin: Das ist Nina Warken

Lesetipps
Husten und symbolische Amplitude, die die Lautstärke darstellt.

© Michaela Illian

S2k-Leitlinie

Husten – was tun, wenn er bleibt?

Die Ärzte Zeitung hat jetzt auch einen WhatsApp-Kanal.

© prima91 / stock.adobe.com

News per Messenger

Neu: WhatsApp-Kanal der Ärzte Zeitung