E-Health-Gesetz

KBV macht Änderungsvorschläge

Veröffentlicht:

BERLIN. In einer jetzt veröffentlichten ausführlichen Stellungnahme zum Referentenentwurf für das E-Health-Gesetz hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) eine Reihe von Änderungsvorschlägen unterbreitet.

Insgesamt wird das Gesetz begrüßt - angelehnt werden jedoch Sanktionen, die auf eine Haushaltssperre für die KBV hinauslaufen.

In den Medikationsplan sollen nach Auffassung der KBV nur Arzneimittel aufgenommen werden, von denen der Hausarzt Kenntnis hat und deren Dokumentation vom Patienten gewollt sei.

Im Fall der Selbstmedikation solle ein Anspruch auf Dokumentation nur bestehen, wenn die Präparate Relevanz für die Gesamtmedikation hätten.

Eine Substitution wirkstoffgleicher Arzneimittel dürfe keine Dokumentationsverpflichtung auslösen. Die KBV begrüßt es generell, dass für die Erstellung eines Medikationsplans eine Vergütung vorgesehen werden soll.

Die bisherigen Gebührenordnungspositionen umfassten aber nicht alle notwendigen Leistungen.

Die KBV befürwortet grundsätzlich die Aufnahme von Arzneimitteldaten in die Verordnungssoftware.

Allerdings lehnt sie eine gesetzliche Festlegung der Aktualisierungsrhythmen - vorgesehen ist im Referentenentwurf ein 14-täglicher Rhythmus - ab.

In der Mehrzahl der Arztpraxen werde die Software heute quartalsweise durch Versand und Einspielen eines Datenträgers aktualisiert.

Bei einer Umstellung auf einen zweiwöchigen Rhythmus seien erhöhte Kosten der Softwarehersteller zu erwarten, die auf die Ärzte umgelegt würden.

In der Arztpraxis selbst sei durch das Einspielen bei erhöhter Aktualisierungsfrequenz mit einem Mehraufwand von 2,5 Stunden im Quartal zu rechnen. (HL)

Jetzt abonnieren
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Innovationsfonds-Projekt

eliPfad: Einbeziehung von Niedergelassenen ist schwierig

Neues digitales Angebot

KV Nordrhein erprobt Videokabine im Notdienst

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Zwischenfälle in der Chirurgie

Gossypibom: Vergessene Operationsunterlage postoperativ entdeckt

Lesetipps
Schutzmaßnahmen müssten immer wieder überprüft und angepasst werden, um unbefugte Zugriffe auf die Praxis-IT und damit auf die besonders sensiblen Patienten- und Abrechnungsdaten zu verhindern, so KBV-Vorstandsmitglied Dr. Sibylle Steiner.

© BRN-Pixel - stock.adobe.com

Cybersicherheit

IT-Sicherheitsrichtlinie gibt Arztpraxen ab Oktober neue Aufgaben

Bei der interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie arbeiten Ärzte, Psychologen und Physio- und Ergotherapeuten zusammen nach einem gemeinsamen Konzept.

© Getty Images / iStockphoto

Ambulante Angebote fehlen

Konservativ-multimodale Schmerztherapie – wo stehen wir?

Die Ärzte Zeitung hat jetzt auch einen WhatsApp-Kanal.

© prima91 / stock.adobe.com

News per Messenger

Neu: WhatsApp-Kanal der Ärzte Zeitung