Herzinsuffizienz wird jetzt erschnüffelt

PARIS (hub). Ob ein Patient eine Herzschwäche hat oder nicht lässt sich vielleicht schon bald mit einer neuen Technik klären. Eine elektronische Nase hat sich als hoch sensitiv und ebenso spezifisch erwiesen.

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Das Gerät wurde beim europäischen Kardiologen-Kongress (ESC) in Paris vorgestellt. Die "elektronische Nase" besteht aus drei verketteten Dickschicht-Gas-Sensoren auf MetalloxidBasis mit eingearbeiteten Hitzeelementen.

Jeder Sensor hat eine von den anderen leicht abweichende Sensitivität für molekulare Geruchszusammensetzungen. Letztlich ändert sich die Leitfähigkeit in der Metalloxid-Schicht und kann gemessen werden.

Die Krankheitszuordnung basiert auf einer statistischen Analyse der gemessenen Abweichungen in den Sensoren.

Zehn Durchgänge à drei Minuten

Was technisch kompliziert klingt, hat sich in einer Studie als geeignete Methode erwiesen, drei Gruppen von Patienten - ohne Herzinsuffizienz (HI), mit kompensierter HI und mit dekompensierter HI - voneinander zu unterscheiden.

Dazu wurden die Teilnehmer per elektronischer Nase in zehn Durchgängen jeweils für drei Minuten untersucht, anschließend wurden die Daten analysiert.

Relevante Daten konnten erhoben werden

Das Ergebnis: Bei allen untersuchten Patienten konnten die relevanten Daten per elektronischer Nase erhoben werden. Patienten mit kompensierter HI und jene mit dekompensierter HI konnten mit 89 Prozent Sensitivität und 88 Prozent Spezifität voneinander unterschieden werden.

Probanden ohne HI konnten von jenen mit HI mit 89 Prozent Sensitivität und 84 Prozent Spezifität abgegrenzt werden.

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