Europa

Tropenkrankheiten breiten sich immer mehr aus

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BERLIN. Dengue-Fieber in Südfrankreich, West-Nil-Fieber in Griechenland, Chikungunya-Fieber in der italienischen Emilia Romagna - durch den Klimawandel breiten sich Mücken, die diese Infektionen übertragen, in Europa aus. Experten des Robert Koch-Instituts (RKI) gehen davon aus, dass die Krankheitserreger auch in Deutschland an Bedeutung zunehmen.

Nicht jeder Mückenstich gibt Anlass zur Panik; bei Fieber und Grippe-Symptomen sollten Reiserückkehrer jedoch per Bluttest bestimmte Infektionen ausschließen lassen, rät das Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF). Die asiatische Tigermücke, die das Dengue-Fieber und den Chikungunya-Virus überträgt, finde sich auch zunehmend im Süden Deutschlands, so das IPF in einer Mitteilung.

In Südeuropa sei die Tigermücke schon heimisch. Sie gelange auch öfter in das Innere von PKW, LKW und Wohnwägen. So steige die Wahrscheinlichkeit, dass sie als blinder Passagier bei Zwischenstopps an Raststätten entkomme und sich dort ansiedele.Wer nach einer Reise in den Süden oder nach einem Mückenstich plötzlich unter Symptomen wie hohem Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen leidet, sollte einen Arzt aufsuchen, so das IPF.

Das gelte auch, wenn Hautausschläge oder leichte Haut- und Schleimhautblutungen auftreten. Ein Labortest auf Erbgut der Viren oder auf bestimmte Antikörper im Blut klärt, ob die Beschwerden tatsächlich auf eine Dengue- oder Chikungunya-Fieber zurückgehe. (eb)

Weitere Infos zur Gesundheit auf Reisen enthält das IPF-Faltblatt "Reisemedizin". Es kann kostenlos unter www.vorsorge-online.de heruntergeladen werden. Wer keinen Internetanschluss hat, kann das Faltblatt auch schriftlich bestellen beim IPF-Versandservice, Postfach 27 58, 63563 Gelnhausen. Dabei unbedingt den Titel des IPF-Faltblatts angeben, Namen und vollständige Adresse.

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