Konstante Positivrate
Viele Corona-Kranke in Bayern im Dezember – Anstieg bei Influenza
Rund ein Drittel aller Abstriche in Bayern ist zuletzt positiv auf SARS CoV-2 getestet worden. Knapp 200 COVID-Patienten werden bayernweit aktuell intensivmedizinisch behandelt.
Veröffentlicht:München. Das Coronavirus hat in Bayern im Dezember viele Menschen erwischt. Rund ein Drittel der Abstriche sei positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München mit. Diese Positivrate sei seit mehreren Wochen relativ konstant und für die kalte Jahreszeit nicht ungewöhnlich.
Basis der Untersuchung waren Zahlen der Kalenderwoche 50 von Mitte des Monats Dezember, die auf das „Bayern Influenza + Corona Sentinel“ zurückgehen. Hierfür werden Abstriche von Patientinnen und Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen, die in bayerischen Hausarzt-, Kinder- und Jugendarztpraxen behandelt und zufällig ausgewählt wurden, ausgewertet.
Einen Anstieg registrierte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auch bei anderen Atemwegsinfekten. Bei knapp zehn Prozent der Abstriche wurde das RSV-Virus nachgewiesen. Insgesamt liege die Entwicklung aber deutlich unter den Zahlen des vergangenen Jahres.
Knapp 200 Patienten in Bayern wegen COVID auf Intensivstation
Auch die Raten für Influenza steigen nach Angaben des Ministeriums. Mitte Dezember seien Grippeviren bei 8,5 Prozent der Abstriche festgestellt worden. Fachleute gehen davon aus, dass Influenza-Infektionen im ersten Quartal 2024 zunehmen.
Wie sich die Lage über die Weihnachtsfeiertage entwickelt hat, lässt sich dem Ministerium zufolge nicht sagen, da in diesen Tagen weniger Proben genommen und untersucht werden. In der Zeit bis zum Jahresende gingen weniger Menschen zum Arzt, Praxen seien teilweise geschlossen.
In den Krankenhäusern blieb es entspannt. Am Freitag waren dem Intensivregister zufolge in Bayern knapp 200 COVID-Patienten (bundesweit: 1.119) in intensivmedizinischer Behandlung, 63 wurden demnach invasiv beatmet (bundesweit: 386). Die Zahlen bewegten sich auf einem relativ moderaten Niveau und sagten nichts darüber aussagen, ob und inwieweit die COVID-Infektion ursächlich für die Behandlung auf der Intensivstation sei. (dpa)