Media Festival für Prävention

Weihnachtsmann in der Psychokrise

Das Internationalen Media Festival für Prävention zeichnet beim Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz in Frankfurt auch einen Beitrag aus Deutschland aus.

Veröffentlicht:

FRANKFURT AM MAIN. "Wie würdest du dich fühlen, wenn ein geliebter Mensch nicht mehr nach Hause kommt?" In starken Bildern erzählen reale Menschen in einem vier Minuten langen Schwarz-Weiß-Film, wie sie den Verlust eines nahen Angehörigen erlebt haben.

Das brasilianische Bergbauunternehmen Vale will seine Mitarbeiter damit für den Wert des Lebens sensibilisieren und Führungskräfte und Belegschaft miteinander ins Gespräch über Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz bringen.

Die Brasilianer gehören damit zu den Preisträgern des Internationalen Media Festivals für Prävention, das im Rahmen des 20. Weltkongresses für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in Frankfurt stattfindet.

Insgesamt neun Preisträger wählte eine internationale Jury aus 290 Einsendungen aus. Erfolgreich war dabei auch eine Produktion der malaysischen Sozialversicherung. Statt emotionaler Betroffenheit wirkt dabei Humor, um auf die Bedeutung regelmäßiger Wartung für die Sicherheit aufmerksam zu machen.

Filme wichtige Instrumente im Arbeitsschutz

Ebenfalls ausgezeichnet wurde ein Film, der psychische Belastungen zum Thema hat. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) lässt den Weihnachtsmann auftreten, um über Monotonie und Stress bei seiner immer gleichen Arbeit zu klagen. Er ist in eine echte Psychokrise geraten. Abhilfe schafft nur eine neue berufliche Perspektive für den Weihnachtsmann.

Das Thema Unternehmenskultur greift ein Film aus Italien auf. Der prämierte Film will zeigen, dass Sicherheit und Gesundheit auf allen Ebenen eines Unternehmens verankert sein müssen, um wirksam zu sein.

Beim Weltkongress wurde deutlich, dass Filme und Multimedia-Anwendungen wichtige Instrumente im Arbeitsschutz sind. Ob Gefahrensensibilisierung oder komplexe Sicherheitsthemen - bewegte Bilder und interaktive Medien unterstützen den Wissenstransfer.

Das Festival wird seit 1990 durch die Sektion Elektrizität, Gas und Wasser der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS) organisiert und findet alle drei Jahre zusammen mit dem Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit statt.

Ursprünglich widmete sich das Festival nur Filmen. Seit 1999 können auch Multimediaprodukte eingereicht werden. Die Zahl der Einsendungen und ihre Qualität sei von Jahr zu Jahr gestiegen, hieß es in Frankfurt. (eb)

Sieger und alle anderen Beiträge des Media Festivals können in einer Mediathek abgerufen werden: www.issa.int/mediafestival2014

Jetzt abonnieren
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Statistisches Bundesamt

Öffentliche Ausgaben erstmals über zwei Billionen Euro

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Zwischenfälle in der Chirurgie

Gossypibom: Vergessene Operationsunterlage postoperativ entdeckt

Lesetipps
Schutzmaßnahmen müssten immer wieder überprüft und angepasst werden, um unbefugte Zugriffe auf die Praxis-IT und damit auf die besonders sensiblen Patienten- und Abrechnungsdaten zu verhindern, so KBV-Vorstandsmitglied Dr. Sibylle Steiner.

© BRN-Pixel - stock.adobe.com

Cybersicherheit

IT-Sicherheitsrichtlinie gibt Arztpraxen ab Oktober neue Aufgaben

Bei der interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie arbeiten Ärzte, Psychologen und Physio- und Ergotherapeuten zusammen nach einem gemeinsamen Konzept.

© Getty Images / iStockphoto

Ambulante Angebote fehlen

Konservativ-multimodale Schmerztherapie – wo stehen wir?

Die Ärzte Zeitung hat jetzt auch einen WhatsApp-Kanal.

© prima91 / stock.adobe.com

News per Messenger

Neu: WhatsApp-Kanal der Ärzte Zeitung