Corona-Pandemie

Bundesärztekammer fordert Lolli-Tests an Kitas und Schulen

Um erneuten Wechselunterricht oder gar Homeschooling im Zuge der Corona-Pandemie in Deutschland zu vermeiden, will die Bundesärztekammer einfache und flächendeckende Tests bei Kindern.

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Selbsttest per Lolli-Methode im Klassenzimmer.

Selbsttest per Lolli-Methode im Klassenzimmer.

© Fleig/Eibner-Pressefoto/picture alliance

Berlin. Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt sowie der BÄK-Pandemierat sprechen sich für einen bundesweiten Einsatz von PCR-Lolli-Tests an Kitas und Schulen aus.

Mit diesem einfach anwendbaren Testverfahren stünde ein sicheres Instrument zur Verfügung, um Kinder und Jugendliche in Kitas und Schulen häufiger und qualitativ besser auf SARS-CoV-2 zu testen. Dies sei nötig, um erneuten Wechselunterricht und Homeschooling bei steigenden Corona-Infektionszahlen zu vermeiden, so Reinhardt.

Diese Tests stünden in ausreichender Menge zur Verfügung genauso wie genügend Laborkapazitäten für die schnelle Auswertung der Proben. Daher sei es völlig unverständlich, dass die meisten Bundesländer entweder gar keine Pläne für den Einsatz dieser Testverfahren ausgearbeitet haben oder diese noch immer prüfen, „obwohl die Tests mit positiven Erfahrungen seit einigen Monaten in Nordrhein-Westfalen im Einsatz sind“, so Reinhardt.

Lolli-Test für Bayerns Grundschüler

Bayern hat angekündigt, nach den Sommerferien flächendeckend Grundschüler per Lolli-Methode auf Corona zu testen, bei der die Kinder 30 Sekunden lang an einem Abstrichtupfer lutschen.

Alle Bundesländer müssten jetzt handeln, um auch bei steigenden Infektionszahlen einen sicheren Schulbetrieb zu gewährleisten, forderte der BÄK-Präsident. Notwendig seien deutschlandweit mindestens zwei PCR-Lolli-Tests und bestenfalls drei zusätzliche Antigen-Schnelltests pro Woche für Kinder bis zwölf Jahren, für die bislang noch keine Impfmöglichkeiten zur Verfügung stünden. (bar)
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