Prävention

Kopfschmerz neu auf dem Stundenplan

Überraschung zum Schulbeginn: Auf dem Stundenplan steht Prävention gegen Kopfschmerzen.

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Wie sich Kopfschmerzen vermeiden lassen, lernen Schüler jetzt in der Schule.

Wie sich Kopfschmerzen vermeiden lassen, lernen Schüler jetzt in der Schule.

© Nikolai Sorokin / fotolia.com

BERLIN. Verhaltensprävention einmal anders: Ab diesem Schuljahr sollen Schüler der siebten Jahrgangsstufe in drei Doppelstunden lernen, wie sie Kopfschmerzen vorbeugen können.

Die Anti-Kopfschmerz-Strategie könne mit dem Frühstück beginnen, eine stressfreie Struktur für den Tagesablauf und den Einsatz von Entspannungstechniken enthalten, sagte der Neurologe Professor Hartmut Göbel, Direktor der Schmerzklinik Kiel, bei der Vorstellung eines neuartigen Programms in Berlin.

Göbel und die Lehrerin Karin Frisch, Geschäftsführerin des Frankfurter Zentrums für Forschung und Diagnostik bei Implantaten, Entzündungen und Schmerzen, haben seit 2011 die Unterrichtseinheiten ausgearbeitet.

Aktion läuft in zwölf Bundesländern

Bislang 17 Krankenkassen werden sich an der "Aktion Mütze" beteiligen. "Mütze" steht für eine Comicfigur in den Unterrichts- und Informationsmaterialien.

Bislang erfasst das Projekt zwölf Bundesländer. Bayern, Saarland, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen halten sich noch zurück. Die Schulen erhalten das Lehr- und Unterrichtsmaterial kostenlos.

Die bis 2017 dafür nötigen rund 2,5 Millionen Euro übernehmen unter anderem Krankenkassen wie die Barmer GEK, die IKK Classic, die AOK Nordost, die KKH und mehrere BKKen.

Weitere Sponsoren aus den Reihen der Kassen ständen bereit, betonten Göbel und Frisch. Pro erreichtem Schüler wird mit Kosten von 2,56 Euro gerechnet. Im Endausbau sollen 2,4 Millionen Schüler erreicht werden.

Ausweislich der Daten seien 8,5 Prozent der Zwölfjährigen wegen Kopfschmerzen in Behandlung, begründete Dr. Utta Petzold von der Barmer GEK das Engagement.

Die Jugendlichen seien die Arbeitnehmer von morgen, so Iris Schmalfuss (R+V BKK). Kopfschmerzen in der Schulzeit könnten sich später gesundheitlich auswirken. (af)

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Kommentare
Dr. Fritz Gorzny 04.09.201517:11 Uhr

Auch bei KIndern sind Augenprobleme häufige Ursache von Kopfschmerzen

Bei Vielen tausend Fällen von Kindern mit LRS/AD(H)S und chronischen Kopfschmerzen erwiesen sich eine optimale Korrektion von Fehl/Stabsichtigkeiten vor allem Störungen des Binokurlasehens im Sinne einer assoziierten Heterophorie mit Brillen als nützliche Helfer. Mit Tragen der richtigen Brille verschwanden als erstes regelmässig die Chronischen Kopfschmerzen. Automatisch besserten sich auch Konzentration und Leistungsbereitschaft. Eine sorfältige Analyse des Binokularsehens und der Sehschärfe notfalls unter Cycloplegie durch einen Experten ist vorher allerdings unerläßlich

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