Bayern

Mehr Ärzte können Förderung erhalten

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MÜNCHEN. Im Kampf gegen eine drohende medizinische Unterversorgung haben die KV Bayerns (KVB) und die Krankenkassen im Freistaat ihre Förderprogramme ausgeweitet.

Ab sofort gibt es für Ärzte in acht weiteren Regionen die Möglichkeit bis zu 60.000 Euro zu erhalten, wenn sie dort eine neue Praxis eröffnen und diese für mindestens fünf Jahre betreiben.

Auch die Gründung einer Zweigpraxis, die Anstellung eines Arztes in der eigenen Praxis oder die Fortführung der Praxis über das 63. Lebensjahr hinaus werden finanziell unterstützt. Gefördert werden außerdem die Beschäftigung eines Arztes in Weiterbildung sowie in unterversorgten Gebieten die Beschäftigung einer hausärztlichen Versorgungsassistentin.

Zu den bereits seit vergangenem Jahr als unterversorgt oder drohend unterversorgt ausgewiesenen Gebieten sind jetzt weitere Planungsbereiche hinzugekommen: Bei den Hausärzten betrifft dies die Planungsbereiche Schweinfurt Nord, Feuchtwangen, Ansbach Nord, Dinkelsbühl und Wassertrüdingen.

Im fachärztlichen Bereich können zukünftig Augenärzte im Landkreis Kronach, Urologen im Landkreis Bad Kissingen und Hautärzte im Landkreis Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim von einer finanziellen Förderung profitieren, teilte die KVB mit.

Schon jetzt bereite der Nachwuchsmangel und der hohe Altersdurchschnitt bei den niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten - vor allem auf dem Land - zunehmend Sorgen, berichtete die KVB. So hätten im vergangenen Jahr beispielsweise 371 Hausärzte ihre Tätigkeit beendet, in 78 Fällen habe sich jedoch kein Nachfolger gefunden.

Auch bei Fachärzten und Psychotherapeuten gestalte sich die Nachbesetzung von Praxen auf dem Land immer schwieriger.Die Fördermittel werden aus einem eigens eingerichteten Strukturfonds bereitgestellt, für den die KVB und die bayerischen Krankenkassen zu gleichen Teilen die Finanzierung übernehmen. (sto)

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Kommentare
Dr. Wolfgang Bensch 07.08.201417:37 Uhr

Welche "Förderung" erhielt denn die Reform der veralteten GOÄ?

Vielleicht sollte man sich einmal fragen, wo gefördert und wo seit Jahren ausgebremst wird und letztlich solche Verhältnisse entstehen, die man nun als wenig attraktiv betrachtet.
Was kennzeichnet ein Planwirtschaft aus?
Wie flexibel reagiert eine Marktwirtschaft?
Angeblich haben wir doch mit Ludwig Erhard eine soziale Marktwirtschaft in der BRD nach 1945 eingerichtet.

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