Qualität Bremer Kliniken jetzt vergleichbar
Im Internet einsehbarer Krankenhausspiegel gibt leicht verständlich Auskunft zur Behandlungsqualität von zunächst zehn Behandlungsverfahren.
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Die Kliniken des Landes Bremen veröffentlichen einen Qualitätsspiegel © Rene Grycner / fotolia.com
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BREMEN. Die Kliniken des Landes Bremen veröffentlichen ab sofort die Qualität ihrer Behandlung im Internet. Patienten, Angehörige und Ärzte können sich so über die Ergebnisse ausgewählter Therapieverfahren in Bremen informieren. "Die Qualität der Krankenversorgung in den einzelnen Kliniken wird vergleichbar", sagte Staatsrat Dr. Hermann Schulte-Sasse bei der Vorstellung des Krankenhausspiegels. "So entsteht ein gesunder Wettbewerb um die besten Ergebnisse, die Häuser können voneinander lernen und auf Dauer noch besser werden."
Der Spiegel stellt zunächst zehn Behandlungsverfahren dar (unter anderem Brustkrebsoperationen, den Einsatz von Herzschrittmachern oder den Gelenkersatz an Hüften und Knien), die auf besonderes Interesse in der Bevölkerung stoßen, wie es hieß. Bei Hüft-OPs etwa vergleicht das Programm die Anzahl der Infektionen, die Gehfähigkeit der Patienten oder Nachblutungen nach der Op. Die unterschiedliche Qualität der Behandlungen, die in einem unabhängigen Prüfverfahren ermittelt wurden, wird mit Hilfe von Balkendiagrammen verdeutlicht und durch leicht verständliche Texte erläutert. Die Ergebnisse der einzelnen Kliniken werden mit den Ampelfarben grün, gelb und rot bewertet und mit den Resultaten auf Landes- und Bundesebene verglichen. "Dabei zeigt sich, dass die Bremer und Bremerhavener Kliniken in fast allen Behandlungsgebieten über dem Bundesdurchschnitt liegen", hieß es - aber untereinander durchaus divergieren.
"Ziel des Krankenhausspiegels ist es nicht, die beste Klinik zu ermitteln oder gar eine Rangliste aufzustellen", sagte Schute Sasse. Es gehe vielmehr um Qualitätsverbesserung. Auch der Präsident der Ärztekammer, Dr. Klaus-Dieter Wurche, selber Klinikarzt in Bremerhaven, begrüßte die Einrichtung: "Erstmals werden in Bremen die Qualitätsergebnisse für Laien verständlich aufbereitet."