Gut informierte Krebspatienten sind zufriedener
Eine umfassende Aufklärung über ihre Erkrankung wirkt sich bei Krebspatienten eher positiv aus. Informationen können die Zufriedenheit steigern, ohne zusätzlich Ängste hervorzurufen.
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Aufklärung des Patienten bessert das Befinden.
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MARSEILLE (eb). Um Krebspatienten die Entscheidung bei wichtigen Fragen im Krankheitsverlauf zu erleichtern, müssen sie ausreichend über ihren Zustand informiert sein. Bei Ärzten ist das Ausmaß, in dem die Aufklärung stattfinden soll, umstritten.
Einer neuen Studie aus Frankreich zufolge wirkt sich eine vollständige Aufklärung der Patienten über ihren Krankheitszustand offenbar eher positiv aus, wie die Deutsche Krebsgesellschaft berichtet.
In die Studie wurden Patienten aufgenommen, kurz nachdem bei ihnen Brust- oder Darmkrebs oder ein Lymphom diagnostiziert worden war. Sie erhielten eine adjuvante Chemotherapie (Cancer 2011; online 23. Mai).
98 Prozent der Patienten, die Einblick in den medizinischen Bericht über ihren Gesundheitszustand nehmen konnten, machten von dieser Möglichkeit Gebrauch. Mehr Sorgen oder Ängste als Patienten der Vergleichsgruppe ohne diese Möglichkeit hatten sie nicht, aber auch nicht weniger.
Jene Patienten, die vollständig über ihren Gesundheitszustand aufgeklärt worden waren, waren zufriedener und fühlten sich häufiger ausreichend informiert als Patienten ohne diese Aufklärung. Der Unterschied war allerdings nicht signifikant, wie die Krebsgesellschaft berichtet.
Krebspatienten umfassend über ihren Gesundheitszustand aufzuklären kann nach Ansicht der französischen Ärzte um Dr. Gwenaelle Gravis aus Marseille die Zufriedenheit der Patienten steigern und das Befinden eher bessern, ohne noch zusätzliche Ängste hervorzurufen.