Kommentar zur Verhütung

(K)eine Frage des Geldbeutels

Kostenübernahme von Pille, Spirale & Co. für Frauen mit wenig Geld? Ein jetzt abgeschlossenes Modellprojekt liefert Argumente dafür.

Thomas HommelVon Thomas Hommel Veröffentlicht:

Die Forderung nach Kostenübernahme von Verhütungsmitteln für Frauen mit wenig Geld ist nicht neu. Grüne und Linke haben sich des Themas angenommen und Entsprechendes gefordert. Auch der Bundesrat hat sich schon 2017 für eine Kostenübernahme bei Geringverdienern eingesetzt. Geworden ist daraus bislang nichts.

Mit dem jetzt vorliegenden Abschlussbericht zum Modellprojekt „biko – Beratung, Information, Kostenübernahme bei Verhütung“ bekommt die Forderung jedoch neues Gewicht. Denn die Ergebnisse zeigen: Das Thema Verhütung bewegt geringverdienende Frauen in jedem Alter. Es lässt sich nicht auf eine bestimmte Lebenssituation oder eine spezielle Erwerbsbiografie eingrenzen.

Viele der Frauen, die im Rahmen des Modellprojekts einen Antrag auf Kostenerstattung für Verhütungsmittel gestellt haben, weil ihnen das Geld dafür fehlt, haben bereits ein oder mehrere Kinder. Verhütung als Teil der Familienplanung muss aber auch dann funktionieren, wenn Frauen Verhütungsmittel nicht aus der eigenen Tasche bezahlen können – und zwar die Mittel, die sie sich selber wünschen. Das „biko“-Projekt liefert ausreichend Argumente, die Kostenerstattung erneut auf die politische Agenda zu heben.

Lesen Sie dazu auch: Für geringverdienende Frauen: Kostenlose Verhütung gefordert

Jetzt abonnieren
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Trumps Zollpolitik

VFA: Medikamente von US-Zöllen ausgeschlossen

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Zwischenfälle in der Chirurgie

Gossypibom: Vergessene Operationsunterlage postoperativ entdeckt

Lesetipps
Schutzmaßnahmen müssten immer wieder überprüft und angepasst werden, um unbefugte Zugriffe auf die Praxis-IT und damit auf die besonders sensiblen Patienten- und Abrechnungsdaten zu verhindern, so KBV-Vorstandsmitglied Dr. Sibylle Steiner.

© BRN-Pixel - stock.adobe.com

Cybersicherheit

IT-Sicherheitsrichtlinie gibt Arztpraxen ab Oktober neue Aufgaben

Bei der interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie arbeiten Ärzte, Psychologen und Physio- und Ergotherapeuten zusammen nach einem gemeinsamen Konzept.

© Getty Images / iStockphoto

Ambulante Angebote fehlen

Konservativ-multimodale Schmerztherapie – wo stehen wir?

Die Ärzte Zeitung hat jetzt auch einen WhatsApp-Kanal.

© prima91 / stock.adobe.com

News per Messenger

Neu: WhatsApp-Kanal der Ärzte Zeitung