Höhere Sozialabgaben

Bemessungsgrenze für GKV und Pflege steigt 2019 kräftig

Veröffentlicht:

BERLIN. Die Versicherungsbeiträge für die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung werden für Gutverdiener im kommenden Jahr wieder steigen. Nach dem Verordnungsentwurf des Bundesarbeitsministeriums werden die sogenannten Rechengrößen im Schnitt um 2,52 Prozent angehoben (2,46 Prozent in den alten, 2,83 Prozent in den neuen Ländern). Maßgeblich dafür ist die Veränderungsrate der Bruttolöhne und -gehälter der Arbeitnehmer im Jahr 2017.

Bundeseinheitlich gelten die Rechengrößen in der Kranken- und Pflegeversicherung. Künftig werden Löhne und Gehälter der GKV-Mitglieder bis zu einem Monatsgehalt von 4537,50 Euro zur Beitragsbemessung herangezogen, im Jahr sind dies 53.100 Euro. Das sind pro Monat 112,50 Euro mehr als im laufenden Jahr. Hier schlägt sich die für viele Arbeitnehmer positive Lohnentwicklung nieder. In diesem Jahr betrug der Anstieg der Bemessungsgrenze im Vergleich zu 2017 nur 75 Euro.

Die Grenze, ab der die Versicherungspflicht in der GKV endet (Jahresarbeitsentgeltgrenze), steigt um 1350 Euro auf 60.750 Euro oder monatlich 5062,50 Euro.

In der Rentenversicherung soll die Beitragsbemessungsgrenze West im kommenden Jahr 80.400 Euro betragen (bisher: 78.000 Euro). Löhne und Gehälter werden damit monatlich bis zu einer Höhe von 6700 Euro (bisher: 6500 Euro) verbeitragt. Der entsprechende Wert für die neuen Länder wird sich laut Entwurf um 350 Euro auf 6150 Euro erhöhen. Das Bundeskabinett muss der Verordnung noch zustimmen, der Bundesrat sie bestätigen. (fst)

Jetzt abonnieren
Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Zwischenfälle in der Chirurgie

Gossypibom: Vergessene Operationsunterlage postoperativ entdeckt

Lesetipps
Schutzmaßnahmen müssten immer wieder überprüft und angepasst werden, um unbefugte Zugriffe auf die Praxis-IT und damit auf die besonders sensiblen Patienten- und Abrechnungsdaten zu verhindern, so KBV-Vorstandsmitglied Dr. Sibylle Steiner.

© BRN-Pixel - stock.adobe.com

Cybersicherheit

IT-Sicherheitsrichtlinie gibt Arztpraxen ab Oktober neue Aufgaben

Bei der interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie arbeiten Ärzte, Psychologen und Physio- und Ergotherapeuten zusammen nach einem gemeinsamen Konzept.

© Getty Images / iStockphoto

Ambulante Angebote fehlen

Konservativ-multimodale Schmerztherapie – wo stehen wir?

Die Ärzte Zeitung hat jetzt auch einen WhatsApp-Kanal.

© prima91 / stock.adobe.com

News per Messenger

Neu: WhatsApp-Kanal der Ärzte Zeitung