Kommentar zum Innovationsfonds

Investition in Innovation

Bei Innovationsfondsprojekten sollte es nicht nur ums Prestige, sondern vor allem um die bessere medizinische Versorgung gehen.

Ilse SchlingensiepenVon Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Es ist kein Glücksspiel, ob Projekte zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung Fördermittel aus dem Gesundheitsfonds erhalten. Sie müssen hohen Anforderungen genügen, eine gute Idee allein reicht nicht.

Um einschätzen zu können, ob ein Konzept wirklich tragfähig ist und realistische Aussichten auf eine Überführung in die Regelversorgung hat, braucht es einen guten Überblick über die Versorgungslage und ausreichend Management-Kapazität, sowohl in personeller als auch in inhaltlicher Hinsicht. All das ist auch notwendig, um den mit der Antragstellung verbundenen Aufwand stemmen zu können.

Lesen sie auch

Weil sie diese Voraussetzungen erfüllen, sind die gesetzlichen Krankenkassen gute Partner für Ärzte und andere Akteure aus dem Gesundheitswesen. Gemeinsam können sie dafür sorgen, dass sinnvolle Projekte die Chance bekommen, ihre Alltagstauglichkeit unter Beweis zu stellen.

Ob eine Krankenkasse sich an einem Innovationsfonds-Projekt beteiligt oder nicht kann ein guter Gradmesser für seine Erfolgsaussichten sein. Das zeigen die Erfahrungen der Techniker Krankenkasse in Nordrhein-Westfalen. In der letzten Förderrunde haben alle von ihr unterstützten Projekte den Zuschlag erhalten.

Sinn macht ein Engagement der Kassen langfristig nur, wenn die Projekte in ihre Gesamtstrategie passen. Entscheidend ist aber vor allem, dass sie wirklich an der Gestaltung der Versorgung interessiert sind und es ihnen nicht nur ums Prestige geht.

Schreiben Sie der Autorin: gp@springer.com

Jetzt abonnieren
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Versicherungsfremde Leistungen in der Diskussion

vdek-Chefin Elsner: Schwarz-Rot muss Ausgaben im Blick behalten

Statistisches Bundesamt

Öffentliche Ausgaben erstmals über zwei Billionen Euro

Für Auswertung und Verlaufskontrolle

Vergütung für DiGA companion shoulder

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Der Empfang der Gynäkologen-Praxis in Gütersloh: Vor allem die starke Patientinnenbindung überzeugte am Ende das MVZ, das die Praxis erwarb.

© Andreas Peters

Praxismanagement

Privatpraxis abzugeben? Das lässt sich regeln!

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Finanzdienstleister MLP
Insgesamt lässt sich auf jeden Fall sagen, dass die Kosten an vielen Stellen schneller gestiegen sind als der Orientierungswert.

© Leafart - stock.adobe.com

Praxismanagement

So bekommen Sie steigende Praxiskosten in den Griff

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: apoBank
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Zwischenfälle in der Chirurgie

Gossypibom: Vergessene Operationsunterlage postoperativ entdeckt

Lesetipps
Die Ärzte Zeitung hat jetzt auch einen WhatsApp-Kanal.

© prima91 / stock.adobe.com

News per Messenger

Neu: WhatsApp-Kanal der Ärzte Zeitung

Stethoskop mit Doktorhut und Diplom

© yta / stock.adobe.com

Kolumne „Hörsaalgeflüster“

Die Approbationsordnung muss endlich reformiert werden!