Mehr als 600.000 Kinder sollen geimpft werden

Polio-Impfkampagne im Gazastreifen läuft

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Gaza. Im Zentrum des umkämpften Gazastreifens hat die Kampagne zur Impfung Hunderttausender Kinder gegen das Polio-Virus begonnen. Das bestätigten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf sowie das Gesundheitsministerium in Gaza. Die Massenimpfung werde von den lokalen Gesundheitsbehörden, dem UN-Kinderhilfswerk Unicef und dem UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA durchgeführt, sagte eine WHO-Sprecherin.

Ein Krankenhaussprecher in Deir al-Balah sagte der Deutschen Presse-Agentur, es werde zunächst in mehreren Zentren und Schulen im zentralen Abschnitt des Küstenstreifens geimpft. Dies betreffe auch mehrere Flüchtlingsviertel in dem Gebiet.

Während der Impfkampagne, die insgesamt gut eine Woche dauert und auf andere Teile des Gazastreifens ausgeweitet werden soll, wollte die israelische Armee zeitlich und örtlich begrenzte Kampfpausen einhalten.

Kampagne soll Polio-Ausbruch verhindern

Kliniken, Arztpraxen und mobile Teams sollen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 640.000 Kinder im Gazastreifen impfen. Üblicherweise werden zwei Impfdosen im Abstand von vier Wochen verabreicht. Nachdem es kürzlich den ersten Fall von Kinderlähmung seit 25 Jahren in dem umkämpften Palästinensergebiet gab, soll mit der Impfkampagne ein massiver Ausbruch der Krankheit vermieden werden.

Seit Beginn des Gaza-Kriegs nach dem Terrorangriff der Hamas auf das israelische Grenzgebiet am 7. Oktober vergangenen Jahres konnten viele Babys in dem abgeschotteten Küstengebiet nicht geimpft werden. Die schlechten hygienischen Zustände im Gazastreifen, wo sauberes Wasser knapp ist, viele Menschen auf engstem Raum ausharren und sich auch zahlreiche Vertriebene drängen, können zu einer raschen Ausbreitung der Krankheit beitragen, wie die WHO warnt. (dpa)

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