„ÄrzteTag“-Podcast

Welche sind die drei Herausforderungen der Onkologie, Dr. Johannes Bruns?

Über 10.000 Menschen werden vom 21. bis 24. Februar in Berlin über Neues in der Onkologie diskutieren – und über die Herausforderungen des Fachs. Im „ÄrzteTag“-Podcast sprechen wir mit Dr. Johannes Bruns, dem Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), über drei davon. Und die haben es in sich.

Denis NößlerVon Denis Nößler Veröffentlicht:

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In der Fachrichtung Onkologie und Hämatologie gibt es ständige Veränderungen, möglicherweise mehr als in vielen anderen Fachgebieten. Der 36. Deutsche Krebskongress ist daher mit über 300 Sitzungen vollgepackt. Doch nicht nur in Bezug auf Moleküle, Medizin und Pflege gibt es viel Neues, auch die Struktur der onkologischen Versorgung wandelt sich. In dieser Episode des „ÄrzteTag“-Podcasts spricht Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), über drei große Herausforderungen für das Fach.

Die erste Herausforderung sind die neuen Modellvorhaben zur genomischen Medizin gemäß Paragraf 64e SGB V, die in diesem Jahr starten sollen. Bruns bezeichnet sie als „ein völlig neues Produkt in der Gesundheitsversorgung“. Diese geplanten Zentren, für die sich Klinikabteilungen bewerben können, bezeichnet er als „Vision, die wir schon immer hatten“. Denn in der Onkologie sollte „nicht jeder alles machen, insbesondere bei Hightech-Technologien“. Durch diese Modellvorhaben besteht die Chance, „ausgewählten qualifizierten Leistungserbringern das Recht zu geben, bestimmte Leistungen finanziert zu bekommen“. Gleichzeitig haben diese Zentren die Verpflichtung, sich in das übrige Versorgungsnetzwerk einzubinden, um „den Nutzen für alle möglichen Patienten“ anzubieten.

Damit greifen diese Vorhaben einen wesentlichen Punkt der noch ausstehenden Krankenhausreform auf, nämlich die Bündelung von Leistungsangeboten dort, wo sie mit hoher Qualität erbracht werden können. „In der Onkologie haben wir bereits seit vielen Jahren zertifizierte Zentren, Netzwerke und eine integrierte sektorenübergreifende Versorgung“, sagt Bruns. „Wir hoffen immer noch, dass die derzeitigen gesetzgeberischen Veränderungen den Versorgungsprozess an der Patient Journey ausrichten und nicht nur einfach Strukturen und Finanzierungen neu regeln“, fügt Bruns mit kritischem Unterton zu den aktuellen Verhandlungen zwischen Bund und Bundesländern hinzu.

Für den Generalsekretär der DKG sind die Netzwerke nicht nur Versorgungselemente, sondern auch „eine echte Chance, um aus der Versorgung besser lernen zu können“. In der Nationalen Dekade gegen Krebs (NDK) ist die Wissen generierende Versorgung bereits angelegt, ebenso wie das Thema Survivorship. Bruns spricht von einer „Übersetzung in beide Richtungen“, die in Zukunft noch besser gestaltet werden muss. „Denn wir müssen noch mehr darüber erfahren, wie unsere Versorgung aussieht, um besser daraus lernen zu können.“

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Kommentare
Dr.med. Franz H. Müsch 08.03.202411:45 Uhr

Es stellt sich die Frage. ob die Aussage „In der Onkologie haben wir (...) eine i n t e g r i e r t e s e k t o r e n ü b e r g r e i - f e n d e Versorgung“ auch bzgl. B e r u f s k r e b s zutrifft (cave: fehlende Kassenzulassung für Arbeitsmediziner!).
Und wie steht es mit dem Fachgebiet "IMMUNOLOGIE"?

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