Der Plastikmüll auf dem Meer tötet Vögel, verstopft Fischernetze und klemmt sich in Schiffsschrauben. Umweltforscher sind in großer Sorge. Eine Weltkonferenz entwickelt Gegenstrategien.
Sachsen-Anhalt ist zu medizinischer Hilfe für Opfer der Atomkatastrophe in Japan bereit. 'Wenn es Bedarf gibt, werden wir solidarisch sein', sagte der Sprecher des Sozialministeriums, Holger Paech.
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hält Lebensmittel aus Japan weiter für ungefährlich. 'Unsere Erkenntnisse sind, dass momentan keine Lebensmittel kontaminiert sind', sagte Aigner am Donnerstag vor einem Treffen mit EU-Amtskollegen in Brüssel.
Der Einsatz von Wasserwerfern und Hubschraubern zur Kühlung der von einer Kernschmelze bedrohten Reaktoren in Fukushima war möglicherweise erfolgreich. Mit hohem Gesundheitsrisiko arbeiten Techniker und Piloten an den Unglücksreaktoren. Bis Samstag könnte sich entscheiden, ob es zu einer Katastrophe im Ausmaß von Tschernobyl kommen wird.
Tschernobyl und Fukushima: Beide Namen stehen für folgenschwere nukleare Unfälle. Radioaktivität wurde frei, sie gefährdet Mensch und Natur. Doch was sind überhaupt Millisievert, und was war noch gleich die Äquivalentdosis? Wir ergänzen unser Glossar zum Strahlenschutz laufend.
Er war der Leibarzt Goethes, auch Schiller und Herder gehörten zu seinen Patienten: Johann Stark hat sich aber vor allem als ein angesehener Geburtshelfer einen Namen gemacht. In der Universitätsbibliothek Jena ist ihm jetzt eine Ausstellung gewidmet.
Mindestens 1,6 Millionen Haushalte sind nach der Naturkatastrophe in Japan noch ohne fließendes Wasser. Das berichtete der Sender NHK am Mittwoch (Ortszeit) und berief sich auf das Gesundheitsministerium.
Die Katastrophe in Japan hat in der chinesischen Millionenmetropole Hongkong Verwirrung ausgelöst. In E-Mails und Blogs war vor einer radioaktiven Wolke vom havarierten Atomkraftwerk Fukushima gewarnt worden, die auf Hongkong zukomme. Ein Vertreter der Regierung dementierte die Gerüchte am Mittwoch.
Er hat im Dreißigjährigen Krieg als Söldner für das Schwedische Heer gekämpft und ist vermutlich im Alter von 35 Jahren an einer Infektion gestorben: Baron von Holz aus der Krypta einer fränkischen Familie gehörte zu den Forschungsobjekten des 'German-Mummy-Projects'. Jetzt können ihn Museumsbesucher in den USA bewundern.
Das Technische Hilfswerks (THW) beendet seinen Einsatz in Japan. Rund 100 Stunden nach dem Erdbeben und dem Tsunami gebe es praktisch keine Chance mehr, dass es noch Überlebende gibt, sagte Teamleiter Ulf Langemeier am Dienstag im Einsatzlager in der Stadt Tome.
Öde und langweilig kann es werden, wenn die Mutter einen Patienten in der Klinik besucht, und die Kinder mit dabei sein müssen: Im Uni-Klinikum Marburg ist dafür eine ganz spezielle Lösung gefunden worden.
Männliche Nachkommen werden bevorzugt, das Geschlecht von Ungeborenen zu bestimmen ist mit Hilfe von Ultraschall leicht möglich, die Schwelle zur Abtreibung niedrig - das bleibt in China nicht ohne Folgen.
Ein Chinese klagte über Kopfschmerzen. Als die Ärzte seinen Schädel untersuchten, entdeckten sie im Wangenbereich eine zehn Zentimeter lange Klinge unter der Haut! Li Fu, ein 37-jähriger Taxifahrer aus Yuanjiang, litt seit Jahren unter Schmerzen.
Vorurteile und Intoleranz gegenüber Minderheiten sind laut einer neuen Studie in Europa weiter verbreitet als bislang angenommen. Rund die Hälfte der Befragten in acht EU-Staaten sind der Ansicht, es gebe in ihrem Land zu viele Zuwanderer.
Das schwere Erdbeben und die atomare Katastrophe in Japan zeigen erste Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsförderung (ZEW) in Mannheim verzeichnete bei seiner monatlichen Konjunkturumfrage ein Minus um 1,6 Punkte auf 14,1 Punkte.
Anfragen kommen aus ganz Deutschland: Ein Netzwerk im Ennepe-Ruhr-Kreis in NRW unterstützt Ärzte beim Erkennen und Betreuen von Frauen, die körperlich, psychisch oder sexuell misshandelt worden sind.
In Fukushima werden große Mengen radioaktiven Materials freigesetzt. Es ist absehbar, dass die unmittelbare Umgebung noch lange gesperrt bleiben muss, berichtet eine Strahlenexpertin.
Japan hat keine internationale Hilfe angefordert. Mehrere internationale Hilfsteams haben ihren Einsatz in den japanischen Katastrophengebieten vorläufig beendet.
Als Reaktion auf die unklare Gefährdungssituation nach dem Austreten radioaktiver Dämpfe am Kernkraftwerk Fukushima hat der Heidenheimer Gesundheitskonzern Hartmann ein Reiseverbot für Mitarbeiter nach Asien verhängt.
Die radioaktive Strahlung im Umkreis des Kraftwerks in Fukushima hat am Dienstag gefährliche Werte erreicht. 'Wir reden jetzt über eine Dosis, die die menschliche Gesundheit gefährden kann', sagte Regierungssprecher Yukio Edano.
Libyen im Ausnahmezustand: Nichts wie raus aus diesem Land - das ist die Devise für viele tausend Flüchtlinge. In Zeltlagern an der libysch-ägyptischen oder libysch-tunesischen Grenze finden sie Unterschlupf. Hilfsorganisationen auch aus Deutschland sind im Dauereinsatz.
PD Tomas Jelinek vom Centrum für Reisemedizin rät wegen der ungewissen Situation von Reisen nach Japan ab. Für den Nordosten der Insel Honshu hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung herausgegeben. Bei Reisen in Nachbarländer wie Thailand, China oder Korea gebe es keine Bedenken, so Jelinek.
Die japanische Regierung hat dem Einsatz ausländischer Ärzte zur Betreuung der Erdbebenopfer zugestimmt. Das berichtet die Agentur Kyodo. Derweil spitzt sich die Lage rund um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima weiter zu.
Ob alle Deutschen, die sich zur Zeit des Erdbebens im Nordosten Japans aufgehalten haben, unversehrt und gesund sind, ist nach Angaben der Deutschen Botschaft in Tokio noch nicht klar.
Das Ausmaß der radioaktiven Belastung in Tokio war für den Arzt Dr. Masato Ueki am Dienstag nur eine von vielen Unbekannten. Nahezu unplanbar sind derzeit Praxis- und Klinikbetrieb in der Stadt.
Der Botschafter Deutschlands in Tokio fordert Landsleute in der Krisenregion rund um Fukushima sowie in weiteren angrenzenden Präfekturen auf, sich nach Westjapan zu begeben. Auch die Botschaft zieht nach Osaka um.
Ungeachtet der Atomkatastrophe in Japan hat Russland demonstrativ den Bau des ersten Kernkraftwerks in der Ex-Sowjetrepublik Weißrussland mit der Führung in Minsk besiegelt.
Die japanische Gemeinde in Düsseldorf verfolgt das Geschehen in den Krisengebieten in der Heimat aufmerksam. Sie will für die Opfer spenden. Hausarzt Dr. Ikuya Shinoda beteiligt sich.
Eintrag ins Branchenbuch gefällig? Ärzte erhalten wieder verstärkt unseriöse Offerten. Anwälte raten Ärzten, die unterschrieben haben, Zahlungsaufforderungen zu ignorieren - vor allem, wenn sie aus dem Ausland kommen.
Das französische Pharmaunternehmen Sanofi-Aventis hat mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Abkommen geschlossen, in dem sich das Unternehmen nach eigenen Angaben verpflichtet, weitere 25 Millionen US-Dollar (rund 18 Millionen Euro) für den Kampf gegen vergessene tropische Krankheiten zu spenden.
Die nordrhein-westfälische Landesregierung bietet Helfern, die im Rettungsdienst oder Katastrophenschutz in Japan tätig waren, kostenlose Untersuchungen auf eine radioaktive Strahlenbelastung an.
'Fukushima' wird sich einbrennen in das kollektive Gedächtnis der Welt - zumindest der westlichen. Und zwar als Synonym für das verheerende Zusammenspiel von unzähmbaren Naturgewalten und -unabhängig vom Ausgang der gegenwärtigen Krise - einer nuklearen Bedrohung.
Hamsterkäufe in Tokio gefährden die Versorgung in den von Beben und Tsunami verwüsteten Gebieten, so der Krisenhelfer Dr. Yasuyuki Mochida.
Fukushima
In einigen Krankenhäusern der vom Erdbeben besonders betroffenen Stadt Sendai werden momentan keine Patienten mit leichten Verletzungen aufgenommen. Das hat die Verwaltung von Sendai auf ihrer Website mitgeteilt.
Ärztliche Behandlungen sind nur dann von der Umsatzsteuer befreit, wenn sie der Gesundheit dienen. Auf reine Schönheitsoperationen wird daher Umsatzsteuer fällig, heißt es in einem jetzt schriftlich veröffentlichten Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) in München.
Singapur beginnt, bestimmte Nahrungsmittel aus Japan auf radioaktive Strahlung zu testen. Es gehe vor allem um Frischware, teilte eine Sprecherin der Lebensmittel- und Veterinärbehörde (AVA) mit. Es handle sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme.
Die Japanische Industrie- und Handelskammer in Deutschland appelliert gegen einen Boykott japanischer Waren. 'Es geht derzeit keine Gefahr von den Produkten aus', sagte der Hauptgeschäftsführer Kazuaki Yuoka am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa.
Unsicherheit herrscht derzeit bei den in Japan gebliebenen Deutschen über die Einnahme von Jodtabletten. Das geht aus Hinweisen auf der Website der Deutschen Botschaft hervor.
Prophylaxe vor gesundheitlichen Schäden, aber keine Panik: Kommt es in den japanischen Kernkraftwerken nicht zu weiteren Unfällen, ist die Bevölkerung relativ glimpflich davongekommen, so ein Strahlungsexperte.
Am Frankfurter Krankenhaus Nordwest ist am Freitag nach achtwöchiger Umbauphase die neue Zentrale Notaufnahme (ZNA) eröffnet worden. Ab Dienstag, dem 15. März, werden den Angaben zufolge alle Notfallpatienten in den neuen Räumlichkeiten rund um die Uhr behandelt.
Die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Alkoholvergiftung bei Kindern und Jugendlichen hat sich in Bayern in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdreifacht.
Bei bleibenden körperlichen Schäden durch nukleare Strahlung können Helfer kaum auf private Versicherer setzen. Hilfe kommt aber von der Berufsgenossenschaft.
Der Lübecker Industriekonzern Dräger will die Bevölkerung Japans mit atomarer Schutzausrüstung und Krankenhaustechnik unterstützen. Das Unternehmen habe dafür einen nennenswerten Betrag bereitgestellt, sagte Vorstandschef Stefan Dräger am Mittwoch in Hamburg. Die Höhe nannte er nicht.
Mit der bereits in Hessen gestarteten Initiative zur Förderung der Jugendgesundheit 'J1 - damit du Bescheid weißt' sollen Jugendliche für ihre Gesundheit und die Bedeutung von Vorsorgeuntersuchungen wie der J1 sensibilisiert werden.
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat seinen Stipendiaten im Großraum Tokio empfohlen auszureisen. Der DAAD trage die Kosten für die Heimreise, teilte eine Sprecherin am Mittwoch mit.
Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer unterstützt die Opfer der Naturkatastrophen in Japan mit Hilfsleistungen im Wert von über einer Million Euro. Das Unternehmen spendet an das Japanische Rote Kreuz 880.000 Euro.
Angst vor den Auswirkungen der Atomkatastrophe in Japan macht sich auch in Deutschland bemerkbar. Die Marker: Geigerzähler und Jodidtabletten finden ungeahnten Absatz.
Rund zwei Millionen Tonnen Fisch (Fanggewicht) importiert Deutschland jedes Jahr. Darunter befinden sich 76 Tonnen Fisch aus Japan, teilt die Hamburger Außenstelle der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung auf Anfrage der 'Ärzte Zeitung' mit.
Derzeit besteht bei Lebensmitteln aus Japan laut der Weltgesundheitsorganisation WHO noch keine Gefahr für die Gesundheit. Solch eine Gefahr könne nur von Produkten ausgehen, die unmittelbar aus der Nähe der beschädigten Atomanlagen im Norden Japans stammten, sagte ein WHO-Sprecher am Mittwoch in.
China forciert den Ausbau der Kernkraft. 25 Reaktoren sind gegenwärtig schon im Bau, weitere 50 in konkreter Planung. Darüber hinaus gibt es Vorschläge für 70 weitere Reaktoren.
Nach dem Atomunfall in Japan regt sich die Sorge über mögliche gesundheitliche Auswirkungen auch in der deutschen Bevölkerung. Jodtabletten sollten hierzulande aber nur nach ausdrücklicher behördlicher Aufforderung eingenommen werden, warnt der Bundesverband Deutscher Apotheker ABDA.